Weinzinger: Nur Finanzminister profitiert von Pensionsanpassung

Massive Beschwerden von wütenden und enttäuschten Pensionisten über Minus-Pensionsrunde - Mit Steuerreform Kaufkraft stärken

Wien (OTS) - Heftige Kritik übte heute der Landesparteiobmann der FPÖ-Oberösterreich und Finanzsprecher des FPÖ-Parlamentsklubs, NAbg. Lutz Weinzinger an der Minus-Pensionsrunde für die Pensionisten. "Die Beschwerden am Telefon häufen sich, wütende und enttäuschte Pensionisten beklagen, dass nach der realen Pensionsanpassung der rot-schwarzen Regierung unterm Strich kaum mehr im Geldbörsel ist und auch die Belastungen durch die Inflation ein großes Loch ins Haushaltsbudget der Pensionisten frisst. Die Kaufkraft der Seniorenhaushalte wurde nicht gestärkt. Die großmundigen Ankündigungen im Pensionistenbrief des SP-Vorsitzenden und die Realität klaffen weit auseinander."

Weinzinger erinnerte daran, dass Bundeskanzler Gusenbauer den Senioren dieses Landes noch im November vollmundig versprochen hatte, dass "jeder sein Stück vom Kuchen bekomme" und "wir darum die Pensionen kräftig erhöht haben." Für höhere Pensionen wurde bekanntlich ein Fixbetrag von 36,75 Euro vereinbart. "Genau diese Bezieher höherer Pensionen haben mit Jänner dieses Jahres netto sogar weniger Pension erhalten", kritisierte Weinzinger. "Diese Bundesregierung bestraft Fleiß und hohe Beitragsleistungen."

Weinzinger zitierte zudem aus einem Brief eines enttäuschten Ehepaares, das seinen Unmut direkt dem SPÖ-Vorsitzenden mitteilte:
"Nun heute sind die Pensionsbescheide für uns eingelangt und wir sollten uns eigentlich bedanken, dass Sie - Ihrem Wortlaut gemäß -'die Pensionen kräftig erhöht haben'. Allerdings die Tatsachen betrachtend ist ein Danke sicher nicht angebracht!!! Jetzt können wir doch glatt im Jahr 2008 monatlich Euro 25.- mehr ausgeben und das mit zwei Pensionen, welche zusammen nicht einmal Euro 2.000,- ausmachen! Auf Ihren Brief hätten wir daher gerne verzichten können, denn, wie schon der Volksmund sagt: 'Verar... können wir uns selber'!!!"

"Unsere Senioren - die zum Großteil unsere Heimat nach dem Ende des Krieges wieder aufgebaut haben - können sich im Gegensatz zu Ihnen, Herr Bundeskanzler keine Luxusflüge leisten. Sie sind mehr als froh, wenn sie mit ihrer Pension monatlich das Auslangen finden", verweist Weinzinger auf die enorm gestiegenen Lebenshaltungskosten. Vor allem die Preise für Lebensmittel, Heizen und Treibstoff sind gestiegen, der Pensionistenindex lag im Dezember sogar um 0,3 Prozent über der bereits hohen Inflationsrate von 3,6 Prozent.

"Es ist höchst an der Zeit, endlich ein gerechtes Steuersystem einzuführen. Denn ein Pensionsausgleich, von dem nur der Finanzminister ein sattes Plus vorweisen kann, ist wahrlich der falsche Weg. Wir müssen die Kaufkraft unserer Bürger und Senioren wirksam stärken. Nicht nur der Euro hat alles verteuert, auch die Pensionen sind ebenso wie die Löhne zurück geblieben.
Die für 2010 geplante Steuerreform muss rasch vorgezogen werden", forderte Weinzinger abschließend.

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