Industrie: Sprache, Bildung und Erwerbstätigkeit als Kernkriterien erfolgreicher Integration

IV-Ausschussvorsitzender Kapsch begrüßt Integrationsbericht und regt nachhaltige und gesamtheitliche Zuwanderungsstrategie an

Wien (OTS) - (PdI) Integration ist ein wesentlicher Faktor für sozialen Zusammenhalt und wirtschaftliche Dynamik. Sprache, Bildung und Erwerbstätigkeit sind dabei die Kernkriterien erfolgreicher Integration", erklärte Mag. Georg Kapsch, Vorsitzender des gesellschaftspolitischen Ausschusses der Industriellenvereinigung (IV) und Vertreter der Industrie in der Integrationsplattform. Anlässlich der heutigen Vorstellung des Integrationsberichts des Innenministeriums sagte Kapsch, Ziel des wechselseitigen Integrationsprozesses müsse Respekt und Chancengleichheit sein. "Nur wenn Personen zufriedenstellende berufliche, private und gesellschaftliche Perspektiven gegeben werden, können wir mit qualifizierter Zuwanderung und gelingender Integration rechnen."

Die Industrie befürwortet im Integrationsbericht insbesondere die Maßnahmen aus den Bereichen Arbeitsmarkt, Bildung und Sprache, die als Kernkriterien erfolgreicher Integration anzusehen sind. "Sprache ist der bedeutendste Faktor für das Miteinander von Menschen. Die Aneignung von Deutschkenntnissen ist in einem angemessenen Zeitraum durch ausreichende Angebote sicherzustellen, die sprachliche Förderung ein Jahr vor Schuleintritt ist ein Fortschritt. Auch die Förderung der Muttersprache erzeugt unschätzbares Potential durch Mehrsprachigkeit", so Kapsch.

Der Zugang zum Bildungssystem ist eine Voraussetzung für Chancengleichheit und Integration der einzelnen Migrantinnen und Migranten. Frühzeitige Förderung von Kindern, Verhinderung von Dequalifikation durch Weiterbildung und Berufsorientierungsangebote und mehr Aufmerksamkeit für die Ausbildung von Lehrlingen mit Migrationshintergrund sind nur drei von vielen Handlungsvorschlägen." Kapsch betonte, Erwerbstätigkeit und berufliche Aufstiegsmöglichkeiten stellen wesentliche Integrationsfaktoren dar. "Ein möglichst unkomplizierter Zugang zum Arbeitsmarkt ist daher eine wichtige Säule gelingender Integration."

Die Industrie wird den Integrationsbericht im Detail analysieren und in der Folge Vorschläge in der Integrationsplattform einbringen sowie an die verantwortlichen Politikerinnen und Politiker herantragen. Kapsch: "Bedauernswert ist die Tatsache, dass die Themen Zuwanderung und Asyl nicht angesprochen werden und daher auch keiner zukunftsorientierten Lösung zugeführt werden können. Wir brauchen eine gesamthafte Migrations- und Integrationsstrategie, die gesellschaftspolitische, wirtschaftspolitische und humanitäre Aspekte berücksichtigt."

Dazu gehören aus Sicht der IV eine Beschäftigungsbewilligung für Asylwerber und im Migrationsbereich ein Wechsel vom Quotensystem "auf ein transparentes, kriteriengeleitetes Zuwanderungssystem, um qualifizierten Zuzug zu fördern. Nur wenn heute ein umfassendes Konzept für qualifizierte Zuwanderung erstellt wird und umgehend an den entsprechenden Zielen gearbeitet wird, stehen wir morgen nicht vor dem Problem weiterer zahlreicher nicht integrierter Menschen mit Migrationshintergrund", betonte Kapsch.

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