Sonnenstrom-Offensive dringend notwendig - Scharfe Kritik an Blockade durch Kanzlerberater

LR Stockinger für 10.000-Dächer-Programm aus Klimaschutzfonds

Linz (OTS) - Die Nutzung von Sonnenenergie für den Eigenstromverbrauch will oberösterreichs Landesrat Dr. Josef Stockinger vorantreiben: "Es besteht großes Interesse an der Nutzung von Sonnenenergie." Doch im bundesweit eingerichteten Klimaschutzfonds werden die Mittel durch den Klimaschutzbeauftragten des Bundeskanzlers, Andreas Wabl, blockiert. Stockinger: "Diese Blockade ist völlig unverständlich. Eine solche Blockade kann nur wider besseres Wissen über die positiven Auswirkungen eine Photovoltaik-Offensive sowohl für den Klimaschutz, wie auch für Wirtschaft und Arbeitsplätze erfolgen. Wabl hat damit als Klimaberater abgedankt."

Konkret geht es um Photovoltaikanlagen zur Stromabdeckung in Privathaushalten und Bauernhäusern. Dazu ist ein eigenes 10.000-Dächer-Programm von Umweltminister Dipl.-Ing. Josef Pröll vorbereitet, bei dem Sonnenstrom-Anlagen auf Privathäusern in den nächsten zwei Jahren massiv gefördert werden sollen. Das Geld dafür soll aus dem mit 500 Millionen Euro dotierten Energie- und Klimaschutzfonds des Bundes zur Verfügung gestellt werden. Doch diese Finanzierung spießt sich, Klimaschutzbeauftragter Andreas Wabl blockiert die Freigabe der Mittel für den Einmalzuschuß bei der Errichtung von Photovoltaikanlagen. Landesrat Stockinger kritisiert diese Haltung und verlangt eine rasche ein Machtwort von Bundeskanzler Gusenbauer gegenüber seinem Klimabeauftragten.

Der Strom aus privaten Minikraftwerken auf den Hausdächern soll nicht in das öffentliche Stromnetz gespeist werden, sondern zur Abdeckung der Grundlasten bei den Elektrogeräten verwendet werden können. Als Beispiel für Sonnenstrom-Nutzer nennt Agrarlandesrat Stockinger die Bauernhöfe, wo etwa in den Sommermonaten diese Gratisenergie der Sonne zum Betrieb von Lüftungsanlagen im Stall oder zur Milchkühlung verwendet werden kann.

In Oberösterreich gibt es zur Zeit 1.200 Photovoltaik-Einzelanlagen, die über 60.000 m2 Kollektorfläche in Summe 5 Gigawattstunden Sonnenstrom erzeugen. "Das geplante 10.000-Dächer-Programm des Bundes passt ideal in die Energiezukunft Oberösterreichs. Der Klimaschutzfonds darf nicht länger blockiert bleiben", fordert Landesrat Stockinger.

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