Marek: Erarbeitung von konkreten Maßnahmen muss nun im Vordergrund stehen

Integrationsbericht „gute Diskussionsgrundlage“ - Zahlreiche unterstützenswerte Vorschläge von Expertenseite

Wien, 22. Jänner 2008 (ÖVP-PD) Als „gute Diskussionsgrundlage“ bezeichnet ÖVP-Integrationsbeauftragte Staatssekretärin Christine Marek den heute von Innenminister Günther Platter präsentierten Integrationsbericht. „Die Expertinnen und Experten haben eine gute Arbeit geleistet“, so Marek. Der Bericht biete nun eine umfassende Darstellung des wissenschaftlichen Diskurses. Nun müsse man aber auch rasch einen ernstzunehmenden Maßnahmenkatalog erarbeiten und sich auch trauen, „heiße Eisen“ anzugreifen. „Ab sofort geht es um die politische Umsetzung von konkreten Vorschlägen, die eine bessere Integration von Migrantinnen und Migranten ermöglichen“, so Marek. „Die Laissez-Faire-Politik beim Thema Integration ist nun endgültig vorbei. Wir sind auf dem richtigen Weg.“ ****

Dazu müsse auch der Dialog mit den Gesprächspartnern der Integrationsplattform weitergeführt und intensiviert werden, so Marek. Auch die verschiedenen Ressorts müssen intensiv in die Erarbeitung des Maßnahmenpakets eingebunden werden. „Wir werden nicht darüber hinwegkommen, auch Geld in die Hand zu nehmen.“ Darüber hinaus müsse man aufpassen, „dass wir nicht eine ganze Generation verlieren“, so Marek weiter. Alleine mit der Ausweitung der Sprachkurse werde man diese aber nicht zurückgewinnen. Es werde auch darum gehen müssen, die bereits eingebürgerten - aber nur unzureichend oder nicht integrierten Österreicherinnen und Österreicher - zur Teilhabe an der Gesellschaft zu gewinnen.

Positiv bewertet Marek vor allem die Tatsache, dass Probleme offen angesprochen werden und man sich gemeinsam um Lösungen bemüht. Einige der im Expertenbericht vorgeschlagenen Maßnahmen seien absolut unterstützenswert. Erfreut zeigt sich Marek, dass das von ihr vorgeschlagene „Hamburger Modell“ hinsichtlich der Verbesserung der Wohnsituation von Migrantinnen und Migranten in
den Bericht aufgenommen wurde. Dabei werden Anreize bei Studenten gesetzt, sich in Vierteln mit einem hohen Anteil an Migrantinnen
und Migranten niederzulassen, um so ein intensiveres Zusammenleben zu ermöglichen.

Volle Unterstützung spricht die Staatssekretärin auch für den breiten Diskussionsprozess aus, den Innenminister Günter Platter starten möchte. „Integration ist keine Einbahnstraße, sondern eine Zweibahnstraße. Wir brauchen dazu sowohl die Mehrheitsbevölkerung als auch die Migrantinnen und Migranten. Nur so kann eine ernsthaft angelegte Integrationspolitik auch funktionieren“, so Marek. Sehr gerne beteilige sie sich auch persönlich an dieser Diskussion. Am Ende müsse jedenfalls ein umfassendes Maßnahmenpaket stehen, „das schließlich auch in allen Details nachhaltig umgesetzt werden muss“.

Rückfragen & Kontakt:

ÖVP Bundespartei, Abteilung Presse und Medien
Tel.:(01) 401 26-420; Internet: http://www.oevp.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVP0004