Leitl: Bundesweite "Berufsmatura" erhöht Attraktivität der Lehre

WKÖ-Präsident ermutigt Unterrichtsministerin Schmied zu weitreichender Schulautonomie

Wien (OTS) - Bei der Präsentation des Fahrplans neuer Bildungsprojekte von Bundesministerin Claudia Schmied gemeinsam mit "leistungsstarken Bildungspartnern aus dem Kreis der Sozialpartner" (so Schmied), betonte Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl heute die große Bedeutung der Vernetzung von beruflicher und allgemeiner schulischer Ausbildung. "Für die Wirtschaft ist neben der Verstärkung der Berufs- und Bildungsberatung die Attraktivierung der Lehre durch die flächendeckende Möglichkeit, Lehre und Matura zeitgleich zu absolvieren, besonders wichtig. Damit werden berufliche Kenntnisse und Fähigkeiten mit einem allgemeinbildenden Überblick zusammengeführt und eröffnen den jungen Menschen alle Türen und Chancen für weitere Bildungswege", so Leitl. Die "Berufsmatura" soll im Herbst 2008 österreichweit gebührenfrei eingeführt werden und zur Erhöhung der Durchlässigkeit des Bildungssystems beitragen.

Schmied erklärte, dass Bildungspolitik auch wesentliche Wirtschaftspolitik bedeute - und erhielt auch in diesem Bereich Unterstützung durch die Wirtschaftskammer. Leitl sieht den Bildungsbereich als die entscheidende Zukunftsbewältigung für den Wirtschaftsstandort Österreich: "Wir können nicht den Kostenwettbewerb gewinnen, aber uns exzellent im internationalen Qualitäts- und Know-how-Wettbewerb positionieren, wenn wir auf beste Aus- und Weiterbildung setzen."

Dafür sei insbesondere auch eine hohe Schulautonomie erforderlich, wie es andere Länder vorzeigen. "Frau Ministerin, haben Sie Mut für mehr Autonomie an Österreichs Schulen", stellte sich Leitl hinter die Bemühungen der Unterrichtsministerin in diese Richtung. "Nicht nur Fußballtrainer, sondern auch Schuldirektoren sollten die Möglichkeit haben, ihr Team zusammenzustellen." Und Lehrer, die Bestleistungen erbringen, sollen einen Bonus zu ihrem Gehalt erhalten. Die dafür notwendigen dienst- und besoldungsrechtlichen Änderungen würden bewirken, dass die Schule als wichtiger Leistungsträger beste Leistungen erbringt und dafür auch belohnt wird. Dies würde die Motivation an den Schulen anregen und einen wichtigen Beitrag zur Qualitätssicherung des heimischen Schulsystems leisten.

Generell lobte der WKÖ-Präsident die Vorgangsweise von Bundesministerin Schmied, die Reform des Bildungswesen ganzheitlich vernetzt unter wesentlicher Mitwirkung verschiedensten Bildungspartner vorzunehmen. Leitl: "Partner müssen sich auf einander verlassen können. Die Wirtschaft wird als wesentlicher Aus- und Weiterbildner auch weiterhin Vorschläge zur Verbesserung des Bildungssystems machen und für einen fruchtbaren Dialog mit dem Ministerium und den anderen Bildungspartnern zur Verfügung stehen." (Ne)

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