Hundstorfer: Mehr Schulplätze, individuelle Förderung, niedrige Drop-Out-Raten

"Die Umsetzung der Ausbildungsgarantie wird nun auch auf dem schulischen Sektor gewährleistet."

Wien (ÖGB) - Mehr Plätze an berufsbildenden Schulen, Verringerung der Drop-Out-Raten, verstärkte Bildungsberatung, Unterstützung für Leistungsschwache - diese Ziele präsentierte heute, Dienstag, ÖGB-Präsident Rudolf Hundstorfer auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bildungsministerin Claudia Schmied und den Sozialpartnerpräsidenten. "Dieses Maßnahmenpaket ermöglicht, dass die Ausbildungsgarantie auch im schulischen Bereich umgesetzt wird. Das ist die notwendige Ergänzung zur betrieblichen und überbetrieblichen Lehrausbildung, auf die sich die Sozialpartner mit der Regierung geeinigt haben", sagte Hundstorfer.++++

Mehr Jugendliche mit Berufsausbildung oder Schulabschluss stellen eine zentrale Zukunftsaufgabe dar. "Bildungslos heißt perspektivenlos", so Hundstorfer. Mit dem Soziapartnerpaket "Arbeitsmarkt - Zukunft 2010" wurde die Ausbildungsgarantie im Bereich der Lehrausbildung umgesetzt, nun folgt der schulische Teil. "In Zukunft darf kein Jugendlicher ohne Schul- und Berufsausbildung übrig bleiben", fasst der ÖGB-Präsident das Ziel der heute vorgestellten bildungspolitischen Pläne zusammen.

Mehr BMS- und BHS-Plätze

Ausbau von Schulplätzen an berufsbildenden mittleren und höheren Schulen: 2008 werden 1.050 zusätzliche Schulplätze in Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Vorarlberg, in der Steiermark und im Burgenland eingerichtet. Bereits 2007 kamen 1.140 Plätze in Niederösterreich, Oberösterreich und Salzburg dazu.

Verringerung der Drop-Out-Raten

"Wir haben die Verantwortung, jene Jugendlichen, die wir an den Schulen aufnehmen, auch bis zum Abschluss dort zu behalten", sagte Hundstorfer. Um die Drop-Out-Raten zu verringern, werden Übergangsstufen und Orientierungslehrgänge eingerichtet, in denen versäumter Lehrstoff nachgeholt wird. "Das ist sinnvoller als die Leute so oft durchfallen zu lassen, bis es ihnen reicht und sie die Schule erfolglos verlassen." An einer HAK in Linz sowie an einer Wiener HTL wird dieses Modell nun erprobt.

Bildungsberatung

Ab der 7. Schulstufe wird die Bildungsberatung und Berufsinformation verstärkt. Berufsspezifische Kooperationen zwischen Berufsschulen und BMS/BHS sollen die Durchlässigkeit zwischen den Bildungsstufen erhöhen.

Individuelle Lernwege

Individuellere Lernwege werden eingesetzt, um einerseits Leistungsschwächere zu unterstützen und andererseits Begabten eine zusätzliche Entfaltungsmöglichkeit zu bieten. Mehr finanzieller Spielraum für Förderunterricht sowie maximal 25 SchülerInnen pro Klasse auch an Berufsschulen führen mehr Jugendliche zum Abschluss ihrer Ausbildung.(fk)

ÖGB, 22. Jänner 2008 Nr: 25

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