Gegen die Hofierung deutschnationaler Burschenschafter

Deutschnationale Burschenschaften und ihre Bälle verbieten

Wien (OTS) - Der "AK gegen den WKR" spricht sich entschieden gegen den Ball des deutschnationalen Wiener Korporationsrings (WKR) am 25.1.08 aus. Es ist nicht nur ein Skandal, dass in Österreich, einem der beiden TäterInnenländern, deutschnationale Burschenschaften und ihre Anschlussphantasien geduldet werden. Auch, dass der Ball alljährlich ohne nennenswerte zivilgesellschaftliche, demokratische Proteste stattfinden kann, ist Indiz genug für die stille Duldung von rassistisch, antisemitischer, sexistischer und homophober Gesinnungen.

Beim WKR-Ball wird Holocaustleugnenden (2007: John Gudenus), Deutschnationalen und Rechtsextremen die Wiener Hofburg zur Verfügung gestellt, die zweifellos zu einem Symbol staatlicher Repräsentation zählt. "Die Tatsache, dass der rechte Ball in einem Gebäude wie der Hofburg stattfindet, verdeutlicht, dass auch 70 Jahre nach dem "Anschluss" offen artikulierter Antisemitismus geduldet wird und salonfähig ist." meint die Sprecherin des Bündnisses Rosa Sommer.

Es wird daher das sofortige Verbot alle deutschnationalen, rechtsextremen und neonazistischen Treffen gefordert: "Wir fordern die Untersagung dieses Balls sowie einen Verbot aller deutschnationalen Burschenschaften und rechtsextremen Vereinigungen. Ebenso treten wir für die Abschaffung der Mensur und die Aberkennung aller akademischer Titel von deutschnationalen Burschenschaftern ein." meint die Pressesprecherin, Antonia Wolf. "Neonazis und HolocaustleugnerInnen darf einfach kein Raum geben werden."

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ak gegen den wkr
Antonia Wolf, Tel.: 01 52125 242

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