Etzenberger: Agrarförderungen müssen gerecht verteilt werden

SPÖ NÖ Bauern fordern: "Qualität vor Quantität"

St. Pölten (OTS) - "Förderungen sollen von fixen Sockelbeträgen und degressiven Mengenstaffelungen ausgehen - nicht nur von der Größe des Betriebes oder der Anzahl der Nutztiere", erklärt der Vorsitzende der SPÖ NÖ Bauern, LKR Josef Etzenberger. "Qualität statt Quantität" würde eine sozial gerechte Förderpolitik - auch für Klein- und Mittelbetriebe, Berg- und BiobäuerInnen - sicherstellen.

"Die vor kurzem veröffentlichte EU-Agrarförderliste belegt es eindeutig, dass nur wenige, ohnehin gut verdienende agrarische Großbetriebe das größte Stück vom Förderkuchen erhalten", so Etzenberger. In Niederösterreich seien etwa die Graf Hardeggsche Gutsverwaltung (973.000 Euro) oder die Stiftung Fürst Liechtenstein mit dem Guts- und Forstbetrieb unter jenen, die hohe Subventionen erhielten. Der Betrieb der Stiftung Fürst Liechtenstein hat mit der Höhe der Förderungen, die in den letzten Jahren zwischen 1,4 und 1,7 Mio. Euro lagen, laut Bericht sogar die britische Queen abgehängt.

"Die unteren 29 % der Betriebe kriegen demgegenüber nur 4 % vom gesamten Förderkuchen, diese Betriebe erhalten im Schnitt 1.603 Euro pro Jahr", erklärt Etzenberger, "der SPÖ ist etwa der Fall einer Bergbäuerin bekannt, die im Jahr 2006 619 Euro an Förderungen bekam."

Die Summe der Agrarförderungen sei mehr als ausreichend, jedoch müssten sie - neben der Berücksichtigung sozialer Aspekte - an ökologische Auflagen gekoppelt sein und nach regionalen Gesichtspunkten umgestaltet werden. "Die notwendige Arbeitszeit muss ins Zentrum gerückt werden, es müssen gezielt Umweltleistungen gefördert, Wettbewerbsbenachteiligungen ausgeglichen und Förderobergrenzen eingeführt werden", so Josef Etzenberger abschließend.

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