Klement: Kommt der Minotaurus aus den Gentechnik-Labors?

Gentechniker freuen sich über baldige Schaffung des Mensch-Kuh-Bastards

Wien (OTS) - "Die letzten Grenzen der Ethik werden niedergerannt", kommentiert der stellvertretende FPÖ-Bundesparteiobmann und Tierschutzsprecher NAbg DI Karlheinz Klement den neuesten Coup der Stammzellenforschung. Britische Wissenschafter erhielten die Genehmigung, Eizellen von Kühen mit menschlichem Erbgut zu bestücken. "Mythologie wird damit Realität, vermutlich bis zur letzten Konsequenz", warnt Klement. "Es ist im höchsten Maße bedenklich, wenn sich der Mensch Schöpfungskompetenz anmaßt."

Die geplante Verschmelzung von Mensch und Tier sei für die Forscher interessant, weil es problematisch sei, an menschliche Stammzellen heranzukommen. Über den Umweg der Mensch-Kuh-Chimäre wolle man den Mangel an menschlichen Embryonen kompensieren.

"Ein neuer Minotaurus wird geschaffen. Sein Gefängnis, vergleichbar dem Vorbild aus der griechischen Mythologie, ist ein Labor", so Klement weiter. "Die Geschichte des Minotaurus aber kennt auch die Befreiung des Eingesperrten und von ihm angerichtete Verwüstungen, die in einer kriegerischen Auseinandersetzung gipfeln. Im gegenständlichen Fall werden andere Gefahrenpotentiale zu bewältigen sein, wenn Pannen oder Versäumnisse zu unerwünschten Nebenwirkungen der Forschungsarbeit führen. Wer kann denn garantieren, daß die Mensch-Kuh-Kreuzung nicht irgendwann den Weg aus den Labors findet und es zu nicht rückholbaren Auskreuzungen kommt? " Abschließend führt Klement aus: "Von allen möglichen Schreckensszenarien abgesehen, ist es für die FPÖ ethisch nicht vertretbar, in die Genetik des Menschen einzugreifen. Der Mensch hat nicht das Recht Gott zu spielen oder in die Evolution einzugreifen. "Ich sehe mich als Theseus, der gegen solche Monster ankämpft", schließt Klement.

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