Neues Volksblatt: "Spitzfindig" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 22. Jänner 2008

Linz (OTS) - Man will ja nicht spitzfindig werden, aber: Alfred Gusenbauer ist als Privatperson mit seiner Familie nach Bangkok geflogen, lässt aber nun die Ungereimtheiten rund um das so genannte Upgrading von der Economy- in die Business-Class über den Kanzler-Sprecher aufklären. Womit die Causa endgültig von der Privatsache zur Kanzlersache geworden ist. Aber wie gesagt: man muss das nicht so spitzfindig betrachten. Keine Sache des Kanzlers ist auch die Grazer Wahl, genauer gesagt das Abschneiden der SPÖ. Er sagt dazu einfach nichts. Muss er auch nicht als Kanzler, aber als SPÖ-Vorsitzender könnte ihm dazu etwas einfallen. Der aber patzt sich mit dem roten Betriebsunfall lieber nicht an. Auch eine Form von Spitzfindigkeit. In dieser Kunst hat sich in den letzten Tagen auch die FPÖ geübt. Spitzfindig wie die Blauen nun einmal sind, haben sie ihrer "Islamexpertin" Susanne Winter teildistanziert den Rücken gestärkt. Dabei gab es an ihren Aussage nichts herumzudeuteln, hier spitzfindig nach Missinterpretationen zu suchen, ist vertane Zeit. Den Beweis, dass Strache und Co alles so meinen, wie sie es sagen, wird der NÖ-Wahlkampf liefern. Da haben Spitzfindigkeiten nichts verloren.

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