"Weisheit der Vielen" hat Land vor Börsedesaster bewahrt!

Landesrat Kepplinger zum heutigen Absturz der Börsen

Linz (OTS) - Der heutige Börsekrach ist der beste Beweis dafür, dass die Ablehnung des Börsegangs der Energie AG durch eine breite Bevölkerungsmehrheit mehr als gerechtfertigt ist. Banken in Amerika und Europa müssen Milliarden Euro bzw. Dollar an faulen Krediten abschreiben und schon purzeln weltweit die Börsenkurse und damit die Unternehmenswerte auch bei Unternehmen, die von den Malversationen überhaupt nicht betroffen sind.

Es war wohl weniger eine Eingebung unter dem Christbaum oder gar ein unbändiger Druck der Grünen, die Landeshauptmann Pühringer dazu bewogen hätten, den Börsegang abzusagen. Vielmehr wird es eine Kombination aus der Furcht vor der Roten Karte der Bevölkerung, wenn der Börsegang vor der Bürgerbefragung durchgezogen worden wäre, und der Angst vor einer wirtschaftlichen Bruchlandung beim Börsegang, mit der Vernichtung von Landesvermögen in großem Stil, gewesen sein. Auch die unübersehbare Hektik bei der Börsegang-Absage und die offensichtlichen "handwerklichen" Fehler in Pühringers Plan B (Stichwort: Salzburger Vorkaufsrecht) lassen vermuten, dass hier ein Ausweg in letzter Sekunde gesucht wurde:

Warum sonst wurde der Börsegang erst unmittelbar vor Veröffentlichung des Börseprospekts abgesagt, in dem auch die Unternehmensbewertung enthalten gewesen wäre?

Welcher Unternehmenswert wäre realistisch an den Börsen unter den gegeben Voraussetzungen erreichbar gewesen?

Schon im August 2007 hatte die SPÖ in einer eigens einberufenen Regierungssitzung auf die kritische Situation der Kapitalmärkte hingewiesen (vgl. SP-Presseaussendung vom 22.8.07) und ein Aussetzen des Börseganges verlangt. Schwarz-Grün hat bekanntlich alle Warnungen in den Wind geschlagen und sich permanent auf Meinungen von Pro-Börsegang-Experten gestützt, die deren offensichtliches Interesse am Börsegang widergespiegelt haben.

Dazu Landesrat Dr. Hermann Kepplinger:
"Wenn jetzt in gewohnter Weise der aktuelle Plan B wieder von oben her dekretiert werden soll, und der Landtag am 31. Jänner 2008 neuerlich zu einem Beschluss gedrängt werden soll, bei dem die wesentlichen Vertragspartner und -inhalte noch offen sind, besteht die begründete Vermutung, dass sich Pühringer und Co. schneller als erwartet in einem "Plan C" (mit C für Chaos) wiederfinden."

Damit die Lernkurve von Schwarz-Grün nicht so flach wie bisher bleibt, empfiehlt sich ein Blick in den Rechnungshof-Bericht zum Energie AG Börsegang. Denn dort ist ersichtlich, dass bereits der Landtagsbeschluss über den Börsegang im Juli 2007 zu einem Zeitpunkt gefasst wurde, zu dem wichtige Details des Unternehmensverkaufs noch nicht geklärt waren.

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