Erster, wichtiger Schritt zum Erhalt des Gesundheits- und Rettungssystems

Samariterbund begrüßt Buchinger-Engagement im Bereich der Freiwilligenpolitik

Wien (OTS) - Der Samariterbund (ASBÖ) begrüßt die heute von Sozialminister Dr. Erwin Buchinger präsentierten Projekte zur Professionalisierung und Verbesserung der rechtlichen Situation von freiwilligem Engagement in Österreich. Wie der Sozialminister selbst bemerkte, ist die Stärkung der Freiwilligenarbeit eine "beschäftigungs- und sozialpolitische Notwendigkeit". Auch wenn mit den heutigen Ankündigungen längst nicht alle Forderungen der Rettungsorganisationen auf dem Gebiet der Freiwilligenarbeit umgesetzt wurden, ist dies doch ein wichtiger erster Schritt in die richtige Richtung.

Gerade Non-Profit-Organisationen wie der Samariterbund, ohne die das heimische Gesundheits-, Rettungs- und Sozialsystem in der gewohnten Qualität nicht aufrecht erhalten werden könnte, sind auf die Mithilfe von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern angewiesen. Laut der erstmalig durchgeführten Erfassung der "Statistik Austria" leisten rund drei Millionen Österreicher (44 Prozent) Freiwilligenarbeit. Eine halbe Million hauptberuflich Erwerbstätige wären dafür notwendig. "Ein stärkeres Bekenntnis der öffentlichen Hand gegenüber diesen Menschen ist daher nicht nur wünschenswert", betont ASBÖ-Bundessekretär Reinhard Hundsmüller, "sondern vielmehr eine gesellschaftspolitische Notwendigkeit."

Lob vom ASBÖ-Bundessekretär gibt es für den vorgestellten Plan zur Einführung eines Gesetzes für ein freiwilliges soziales Jahr inkl. finanzieller Förderung für junge Menschen zwischen 17 und 26 Jahren. Ein derartiges rechtliches Fundament für ehrenamtliche Tätigkeiten war laut Hundsmüller überfällig: "Ich habe immer die Meinung vertreten, dass der Gesetzgeber Menschen aktiv unterstützen sollte, die sich bereit erklären, ihre Freizeit in den Dienst der Menschlichkeit zu stellen. Allerdings wünsche ich mir eine solide rechtliche Grundlage für alle ehrenamtlichen Mitarbeiter - also auch für ältere Freiwillige."

Das vom Sozialminister in Aussicht gestellte Modellprojekt eines unabhängigen Freiwilligenzentrums in Oberösterreich zur Professionalisierung der Freiwilligenarbeit ist zu begrüßen. "Ich hoffe aber, dass es kein regionales Projekt bleibt, sondern möglichst bald auf Bundesebene umgelegt wird", so Hundsmüller.

Mit einem Forderungskatalog zum Thema "Freiwilligenpolitik" macht der ASBÖ seit geraumer Zeit auf die ungelösten Probleme in diesem Bereich aufmerksam. Der komplette Forderungskatalog steht im Internet unter "http://www.samariterbund.net/oesterreich/downloads/1439" zur Verfügung.

Die derzeitige angespannte Situation der Krankenkassen ist für Hundsmüller jedenfalls keine legitime Ausrede, um sich als öffentliche Hand der Verantwortung zu entziehen: "Wenn man am falschen Platz spart, könnte das komplexe Geflecht des österreichischen Gesundheitssystems empfindlich gestört werden. Umso erfreulicher ist es, dass nun zumindest auf dem Gebiet der Freiwilligenarbeit die Dinge langsam in Bewegung kommen."

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