Brosz: Gusenbauer und Lopatka nützen rechtliche Möglichkeiten beim Doping nicht aus

Schluss mit dem laschen Agieren der Behörden

Wien (OTS) - "Es gibt ein deutliches Missverhältnis zwischen vollmundigen Ankündigungen und tatsächlichen Handlungen bei Staatssekretär Lopatka und Sportminister Gusenbauer. Es gibt sowohl im Arzneimittelgesetz als auch im Antidopinggesetz Strafbestimmungen, sie müssen aber deutlich verbessert werden. In der Praxis wird davon kaum Gebrauch gemacht. Die Grünen werden durch parlamentarische Anfragen penibel nachprüfen, wo die Ministerien und die Justiz aktiv geworden sind. Mit dem laschen Agieren der Behörden bei Dopingvergehen muss endlich Schluss sein", so der Sportsprecher der Grünen, Dieter Brosz.

"Es wird höchste Zeit, gegen die Hintermänner konsequent vorzugehen. Dazu wird auch eine Verschärfung gesetzlicher Bestimmungen notwendig sein. Bei den Parteienverhandlungen zum Anti-Doping-Gesetz haben sich die Regierungsparteien entgegen den Vorschlägen der Grünen noch geweigert, für Blut- oder Gendoping bei BetreuerInnen, ÄrztInnen oder TrainerInnen auch Freiheitsstrafen vorzusehen. Eine Strafandrohung von 3.630 Euro und ab dem dritten Vergehen von maximal 21.800 Euro wird bei den TäterInnen angesichts der zu verdienenden Summen höchstens ein mildes Lächeln hervorrufen," so Brosz

Das Arzneimittelgesetz gibt dem Sportminister gemäß § 5a die Ermächtigung, per Verordnung festzulegen, welche Zubereitungen und Stoffe zu Dopingzwecken nicht in Verkehr gebracht bzw. angewendet werden dürfen. Verstöße dagegen können mit einer Freiheitsstrafe von 6 Monaten geahndet werden.

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