Kuntzl zu Ditz-Kritik am Familiensplitting: Stimmen der Vernunft in der ÖVP mehren sich

Wien (SK) - "Auch wenn der Landwirtschaftsminister noch so eifrig seine Werbetrommel für das Familiensplitting rührt, mehren sich unübersehbar die Stimmen der Vernunft in der ÖVP, die sich dagegen aussprechen", stellte SPÖ-Familiensprecherin Andrea Kuntzl am Samstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst fest. Nachdem bereits der stv. Wirtschaftskammer-Generalsekretär Mitterlehner entschieden seine Zweifel am Splitting bekundet hat und auch der Zweite Nationalratspräsident Spindelegger dieses Modell ablehnte, meldete sich nun der Vorsitzende der Julius-Raab-Stiftung, Johannes Ditz kritisch zu Wort. "Ditzs Steuerreformkommission kommt wie auch andere ExpertInnen zum Schluss, dass diese Retro-Idee Frauen aus dem Beruf drängt", so Kuntzl.****

Auch das IHS etwa habe berechnet, dass das Familiensplitting die Frauenerwerbsquote deutlich senkt. "Es ist daher erfreulich, dass nicht alle in der ÖVP bereit sind, diesen Frauen- und Familienpolitischen Rückschritt mitzutragen", sagte Kuntzl, die auch auf die soziale Ungerechtigkeit dieses Modells hinwies. "Profitieren würden in wesentlich größerem Ausmaß die Reichen. Diese ÖVP-Idee geht an der Lebensrealität des Großteils der Familien vorbei", stellte Kuntzl fest und betonte: "Die SPÖ will eine Steuerreform, die den Familien mit kleinen und mittleren Einkommen zugute kommt und nicht gerade die Spitzenverdiener begünstigt, die umso mehr von der Steuer absetzen können, je mehr Einkommen sie haben." (Schluss) up

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