ÖVP-Jahresauftakt II – Missethon: Mit voller Konsequenz gegen Jugendgewalt vorgehen

ÖVP-Bundesparteivorstand fasst Beschluss zu Präventionsmaßnahmen gegen Jugendgewalt

Gmunden, 17. Jänner 2008 (ÖVP-PK) „Wir stehen im Bereich der Jugendgewalt einem wachsenden Phänomen gegenüber und haben uns in der ÖVP dazu verpflichtet, hinzuschauen und entsprechende Maßnahmen zu setzen. Wir müssen mit voller Konsequenz gegen die steigende Gewalt von und unter Jugendlichen vorgehen“, so ÖVP-Generalsekretär Hannes Missethon bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit ÖVP-Bundesparteiobmann Vizekanzler Mag. Wilhelm Molterer. Im heutigen ÖVP-Bundesparteivorstand – er wurde im Rahmen des ÖVP-Jahresauftakts in Gmunden abgehalten – gab es dazu einen Beschluss. Kernpunkt sind die zahlreichen Präventionsmaßnamen, wie beispielsweise die verstärkte Motivforschung, aber auch konsequente Sanktionen. Missethon richtete auch einen Appell an die
Erwachsenen, im Bereich der Jugendkriminalität hin- und nicht wegzuschauen und entsprechend einzugreifen. ****

„Die Verantwortung für Jugendliche erstreckt sich auf alle Bereiche in der Gesellschaft“, fordert Missethon entsprechendes Verantwortungsbewusstsein auch von Eltern und Lehrer/innen ein. „Wir setzen auf klare Vereinbarungen zwischen Eltern und Schule, so dass Gewalt an Österreichs Schulen weitgehend vermieden werden kann.“ Missethon unterstrich weiters den Wert von diversen Einrichtungen (Vereine, Jugendzentren), in denen Jugendliche eine Gemeinschaft finden. „Sie können einen wichtigen Beitrag leisten, um Gewalt unter Jugendlichen zu vermeiden“, ist sich der ÖVP-Generalsekretär sicher.

Missethon erinnerte auch an das Projekt „bleib sauber – Jugend OK“ von Innenminister Günther Platter. „Seine Projekte werden von der ÖVP massiv unterstützt“, versicherte er. Der ÖVP-Generalsekretär berichtete auch, dass er aus vielen Rückmeldungen von Eltern schließt, dass diese Orientierung suchen. „Gerade in diesem Bereich der Elternweiterbildung wird Jugendministerin Dr. Andrea Kdolsky verstärkt Angebote schaffen“, kündigte Missethon an. Weiters will Kdolsky das Jugendwohlfahrtsgesetz novellieren und an die Herausforderungen der heutigen Gesellschaft anpassen.

„Präventionsmaßnahmen sind wichtig. Aber auch die beste Präventionsarbeit kann Gewalttaten nicht vollkommen verhindern“, so Missethon weiter. Da stelle sich dann die Frage, wie die straffällig gewordenen Jugendlichen wieder in die Gesellschaft integriert werden können. Missethon wird dazu mit einer Delegation Trainingscamps für straffällig gewordene Jugendliche besuchen. Weiters wolle man sich den Zeitraum zwischen der Straftat und dem Urteil anschauen. „Experten raten, dass Tat und Konsequenz nahe beieinander liegen sollen. Das werden wir uns im Rahmen einer Evaluierung anschauen.“ Geprüft werden müssen auch staatliche Maßnahmen schon vor dem Beginn der Strafmündigkeit, um kriminelle Karrieren so früh wie möglich im Keim zu ersticken. „Hier geht es um die Sicherheit und um die Zukunft unserer Kinder und Jugendlichen. Beim Thema Jugendgewalt müssen wir mit beiden Augen hinschauen“, schließt der ÖVP-Generalsekretär.

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