Molterer: Bund stellt 4,5 Millionen Euro für Sofort- und Projektmaßnahmen im Bereich des „Gschliefgrabens“ in Gmunden zur Verfügung

BM Pröll beeindruckt vom effizienten Krisenmanagement nach dem gefährlichen Hangrutsch

Gmunden, 17. Jänner 2008 (ÖVP-PD) „Unser Ziel ist es, so rasch wie möglich Hilfe zu bieten“, sagte Vizekanzler Finanzminister Mag. Wilhelm Molterer nach einer Begehung des „Gschliefgrabens“ in Gmunden, wo seit vergangenem November riesige Erdmassen akut in Bewegung geraten sind und eine zeitweise Evakuierung von mehr als
50 Gebäuden notwendig geworden ist. In einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem für die Wildbach und Lawinenverbauung zuständigen Bundesminister Josef Pröll, Oberösterreichs Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer und dem Gmundener Bürgermeister Heinz Josef Köppl kündigte der Finanzminister Mittel des Bundes für Sofortmaßnahmen in Höhe von 1,5 Millionen Euro an. Zusätzlich werden noch im Jahr 2008 drei Millionen Euro für langfristige Sanierungsmaßnahmen zur Verfügung gestellt. Insgesamt werden 2008 somit 4,5 Millionen Euro für die notwendigen Sanierungsmaßnahmen im Bereich des Gschliefgrabens bereit gestellt. ****

„Die Mittel für Sofortmaßnahmen bieten zusammen mit der Einleitung von langfristigen Projektmaßnahmen die höchstmögliche Effizienz.“ Gleichzeitig hob der Vizekanzler die Wildbach- und Lawinenverbauung sowie den Katastrophenfonds als effektive Maßnahmen in Krisenfällen hervor. Beide Instrumente seien in der vergangenen Zeit immer wieder hinterfragt worden. „Dieses Beispiel zeigt, dass beides unerlässlich ist“, so Molterer, der schließlich dem oberösterreichischen Landeshauptmann versicherte: „Der Bund leistet seinen Beitrag. Wir tun, was menschenmöglich ist.“

Josef Pröll zeigte sich vom effizienten Krisenmanagement nach dem gefährlichen Hangrutsch durch die Einsatzkräfte vor Ort beeindruckt. „An der Wildbach- und Lawinenverbauung kann man sich ein Beispiel nehmen“, betonte er. Pröll nannte einige Beispiele für Sofortmaßnahmen, die im Bereich des Gschliefgrabens bereits getätigt worden sind bzw. durch die Mittel des Bundes ermöglicht werden sollen, wie etwa Wasserableitungen im oberen Einzugsbereich oder notwendige technische Vermessungen, welche die Bewegungen des Hanges besser voraussagbar machen und damit zur Einleitung notwendiger Maßnahmen führen sollen. „Die Maßnahmen wirken bereits punktuell. Es konnte eine Verlangsamung des Problems erreicht werden“, so Pröll weiter. Im Bereich der langfristigen Maßnahmen nannte Pröll Drainagen, einen Dammbau sowie Wiederaufforstung als Beispiele. Zudem soll mit den Mitteln des Bundes ein dauerhaftes Beobachtungssystem eingerichtet werden. Man habe in diesem Fall nicht nur technische, sondern auch politische Handlungsfähigkeit bewiesen – „im Interesse der betroffenen Menschen“, betonte Pröll. Landeshauptmann Pühringer kündigte abschließend Mittel der Kofinanzierung durch das Land Oberösterreich an. „Es darf hier keine weiteren Beeinträchtigungen oder Belastungen der betroffenen Menschen geben. Wenn eine Katastrophensituation eintritt darf das Geld nicht nur die zweite Rolle spielen“, so Pühringer.

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