Hörl kritisiert abgehobene Raucher-Diskussion: "Kleine Betriebe dürfen nicht in den Ruin getrieben werden!"

Innsbruck (OTS) - "Es wäre langsam an der Zeit, die Raucher-Diskussion wieder sachlicher und mit mehr Hausverstand zu führen", fordert der Tiroler Nationalratsabgeordnete und ÖVP-Tourismussprecher Franz Hörl. Besonders hart ins Gericht geht der Wirtschaftsbund-Nationalrat und Zillertaler Wirt mit den Vertretern der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV): "Es gibt im Land nicht nur mondäne Hotels, die reichlich Platz für Rauchersalons haben. Die ÖHV-Chefs bewegen sich offensichtlich nur in solchen HäuHHäusern und machen daher völlig abgehobene Aussagen fern der Realität. Was für große Hotels und Gastronomie-Betriebe funktioniert, kann die kleinen Beisl’n und Cafès ums Eck umbringen! Ich selbst bezeichne mich mit Absicht als Wirt und nicht als Hotelier - schon alleine, um zu demonstrieren, dass ich mich von der Hoteliervereinigung nicht vertreten fühle."

Es sei überhaupt nichts gegen einen ausgeweiteten Nichtraucher-Schutz einzuwenden. Gerade in den großen Betrieben mit mehreren abgetrennten Räumen lassen sich die Gruppen auch bestens trennen. Viele kleine Betriebe leben von Gästen, die nach der Arbeit oder in einer Pause kurz ins Lokal kommen und zu ihrem Kaffee oder Bier eine Zigarette rauchen wollen. Nationalrat Franz Hörl: "Es muss doch möglich sein, dass sich kleine Lokale mit weniger als 75 Quadratmetern Bewirtungsfläche und meist nur einem Raum, selber entscheiden können, ob sie ein Raucher- oder ein Nichtraucher-Lokal sind. Wenn das deutlich gekennzeichnet ist, werden die Gäste entscheiden, wem sie den Vorzug geben. Wenn der Bedarf nach Nichtraucherlokalen in dieser Größe da ist, dann werden sich viele Lokale auch dafür entscheiden."

Der Wirtschaftsbund-Abgeordnete Franz Hörl, selbst übrigens Nichtraucher, warnt davor, die Sorgen der kleinen Betriebe zu ignorieren: "Wer einfach drüberfährt, riskiert den Tod vieler kleiner Lokale, gefährdet Arbeitsplätze und Existenzen."

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