Silhavy zu Stammzellforschung: Diskussion versachlichen

Forschung muss allen Menschen zu Gute kommen

Wien (SK) - "Es geht nicht darum die Diskussion zu
emotionalisieren, sondern darum sie zu versachlichen", so Staatssekretärin Heidrun Silhavy am Donnerstag im Rahmen eines Pressegespräches anlässlich der Tagung der Bioethikkommission "Stammzellenforschung". Viele Berichte und auch ein Blick in die Medien würde zeigen, "wie aktuell das Thema der Stammzellforschung ist und wie viele neue Entwicklungen und Erkenntnisse es gibt", erklärte Silhavy. Dennoch seien "viele Fragen noch offen und es gibt eine Vielzahl an unterschiedlichen Einschätzungen", gab die Staatssekretärin zu bedenken. ****

Eine wichtige Frage für die Menschen zum Thema "Stammzellforschung" sei "die Frage nach der Verteilungsgerechtigkeit", so Silhavy, es müsse garantiert sein, dass die Erkenntnisse der Forschung "allen unabhängig von Einkommen zu Gute kommen muss". Denn "viele Menschen stecken ihre Hoffungen in diese Art der Forschung", attestierte Silhavy. Sie sei "froh darüber, dass diese 1. gemeinsame Tagung des Instituts für Ethik und Recht in der Medizin (IERM) sowie der Bioethikkommission zum Thema Stammzellforschung stattfindet", betonte Silhavy. Die Tagung leite eine "notwendige Diskussion" ein und trage "zur Versachlichung des Themas" bei, denn die Forschung an Stammzellen sei, gerade in Bezug auf die humanen embryonalen Stammzellen, "mit unterschiedlichen Werten, Urteilen und Vorurteilen behaftet", so die Staatssekretärin.

Experten erarbeiten Empfehlungen für rechtlichen Umgang mit Stammzellforschung

Christiane Druml, die Vorsitzende der Bioethikkommission im BKA, betonte, dass es im Bezug auf die Stammzellforschung "viele Aspekte jenseits der humanen embryonalen Stammzellforschung" gäbe und dies nicht zu vernachlässigen sei. "Wie gehen wir mit den pluralistischen moralisch-religiösen Standpunkten um und wie soll eine Rechtsordnung aussehen", seien gewichtige Fragen, so Ulrich Körtner vom IERM. Sein Kollege Christian Kopetzki (IERM) erklärte die Arbeit der Experten folgendermaßen: "Wir bereiten vor, sichten Argumente und bereiten diese für das Gremium, das am Ende entscheidet - das Parlament, vor".

Die Bioethikkommission, die sich mit dieser Thematik eingehend beschäftigen wird, werde bis zum Herbst "Vorschläge und Empfehlungen unterbreiten, die dann in die politische Diskussion eingebracht werden", erklärte Silhavy abschließend die weitere Vorgehensweise. (Schluss) ar

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