Ökostrom-Novelle: Papierindustrie fordert rasche Kostenentlastung

Ruf nach EU-konformen Rahmenbedingungen für Biomasse-Lauge

Wien (PWK038) - Im Hinblick auf die Diskussionen zur Novelle des Ökostromgesetzes warnt Austropapier, die Vereinigung der Österreichischen Papierindustrie, vor dem Aufschieben dringend erforderlicher Änderungen. "Wir brauchen rasch die politisch bereits im Sommer paktierte, effektive Deckelung der Kosten für höchstbelastete Betriebe, die im internationalen Standortwettbewerb stehen. Zweitens müssen die Förderbedingungen für die Ökostromerzeugung aus flüssiger Biomasse-Lauge endlich EU-konform gestaltet werden. Unsere dritte Hauptforderung betrifft die nachhaltige Mobilisierung zusätzlicher Biomasse, damit die Holzversorgung unserer Betriebe trotz weiterem Ausbau der Biomasseförderung sichergestellt ist", unterstrichen Ferdinand Fuhrmann, Generaldirektor von Smurfit Kappa Nettingsdorfer und Austropapier-Energiesprecher, und Franz Tauber, Technischer Direktor Mondi Europe & International und Präsident der ÖZEPA, in einem Pressegespräch im Haus der Papierindustrie.

Die Politik setzt sich beim Ausbau erneuerbarer Energie ambitionierte Ziele, schiebt deren Finanzierung aber auf die Zahler ab. Die Papierindustrie hat in den letzten fünf Jahren rund 50 Millionen Euro für Ökostromzuschläge aufwenden müssen, obwohl sie gleichzeitig aus erneuerbarer Energie ohne Förderungen selbst 20% des österreichischen Ökostroms erzeugt. Zusätzlich haben die Benachteiligung bei der Ökostromerzeugung aus flüssiger Biomasse-Lauge sowie die Kostensteigerung bei der Holzversorgung die Betriebe in ihrer Wettbewerbsfähigkeit enorm gefährdet. "Nun droht auch die zweite Novelle des Ökostromgesetzes an diesen Problemen vorbeizugehen. Da internationale Unternehmen bereits Investitionen in Österreich zurückstellen, dürfen die von uns geforderten Verbesserungen nicht auf die lange Bank geschoben werden, sondern müssen rasch umgesetzt werden", schlossen Fuhrmann und Tauber.

Helmut Sageder, Technischer Vorstand der SCA Graphic Laakirchen AG, und Kurt Maier, Vorstandsdirektor der Zellstoff Pöls AG, präzisierten die nachteiligen Auswirkungen der jahrelangen einseitigen Ökostrom-Förderpolitik in Österreich auf ihre Unternehmen und forderten die rasche Umsetzung der Austropapier-Vorschläge, um die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Standorte nicht weiter zu gefährden. (us)

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