Rübig: Roaming-Gebühren sinken nachweislich

Erster Regulierungsbericht beweist Erfolg der Roaming- Verordnung

Straßburg, 17. Jänner 2007 (ÖVP-PD) "Die vom Europäischen Parlament im letzten Sommer erfolgreich durchgesetzte Roaming-Verordnung greift. Das beweist der heute vorgestellte erste Bericht der European Regulators Group. Den Konsumenten bleibt mehr Geld in der Tasche, die Telekom-Unternehmen halten sich an die neuen Vorschriften und gewinnen selbst durch mehr Wettbewerb. Unsere Ziele werden damit voll erfüllt", sagte heute der Roaming-Chefverhandler des Europäischen Parlaments, Dr. Paul Rübig, in Straßburg. Rübig, der als Berichterstatter des Europäischen Parlaments gemeinsam mit EU-Kommissarin Viviane Reding die Roaming-Verordnung durchgekämpft hatte, zeigte sich mit den ersten konkreten Zahlen sehr zufrieden:
"Die durchschnittlichen Tarife für aktive Roaming-Gespräche ist vom Zeitraum April-Juni 2007 auf Juli-September von 69 auf 62 Eurocent pro Minute zurückgegangen. Die Gesprächsgebühren für empfangene Roaming-Anrufe sind von 34 auf 30 Eurocent pro Minute gesunken", so der ÖVP-Europaparlamentarier. ****

Die European Regulators Group (ERG), in der die nationalen Telekom-Regulierungsbehörden aller 27 EU-Staaten vertreten sind, legte heute den ersten umfassenden Bericht über die Roaming-Kosten in der EU vor. Künftig soll alle sechs Monate ein weiterer Bericht erstellt werden, die daraus resultierende Datensammlung wird der Kommission als Grundlage für die vorgesehene Überprüfung der Wirksamkeit der Roaming-Verordnung dienen. Die Erhebung umfasst Kosten für Gesprächsgebühren und SMS ebenso wie Kosten für Datenroaming, bislang ein noch unregulierter und teilweise massiv überteuerter Sektor. Erhoben wurden die Daten von mehr als 150 Telekom-Betreibern in der EU sowie den EFTA-Ländern.

"Aus diesem ersten Bericht können noch nicht alle Auswirkungen vollständig abgelesen werden, da der Berichtszeitraum nur April bis September 2007 umfasst und die Neuregelung für die Roaming-Preisobergrenzen erst mit Ende August 2007 vollständig in Kraft war. Ich bin aber zuversichtlich, dass sich der Abwärtstrend in der Preisgestaltung im nächsten Bericht noch deutlicher zeigen wird. Ebenso wird man sich aber Hinweise genau ansehen müssen, nach denen die Anzahl der verrechneten Roaming-Minuten die Anzahl der tatsächlichen Gesprächsminuten um fast 20 Prozent übersteigt. Das könnte auf die von manchen Betreibern eingeführte Mindestverrechnungsschwelle von einer Minute pro Gespräch unabhängig von der aktuellen - und vielleicht kürzeren - Gesprächsdauer zurück zu führen sein. Hier brauchen wir aber noch genauere Daten", sagte Rübig.

Der ERG-Bericht stellt den Betreibergesellschaften ein gutes Zeugnis im Umgang mit den Transparenzvorschriften aus: "Alle Handy-Kunden haben jetzt einen Zugriff auf ihre persönlichen Tarifinformationen. Die Kostenstruktur ist für die Konsumenten erstmals transparent, übersichtlich und verständlich. Das oft große Rätsel Roaming ist für die Konsumenten gelöst", so Rübig. "Dieser offizielle Bericht der Telekom-Regulatoren zeigt deutlich, dass wir mit unserer Entscheidung richtig gelegen sind. Die Roaming-Verordnung hat den Kunden Vorteile und den Betreibern keine Nachteile gebracht. Besonders erfreut bin ich auch darüber, dass die Betreiber laut diesem Bericht nicht nur die Preisobergrenzen eingehalten und teilweise sogar deutlich unterboten haben, sondern dass auch alle anderen Vorschriften der Verordnung umgesetzt wurden", sagte Rübig abschließend.

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