Mathiaschitz: "Immer mehr Spielsüchtige in Kärnten!"

Hauptursache "Kleines Glücksspiel" - Umgehende Maßnahmen gefordert

Klagenfurt (SP-KTN) - "Die Zahl der Spielsüchtigen in Kärnten nimmt immer mehr zu", schlug heute, Donnerstag, die Klagenfurter Gesundheitsreferentin, Vzbgm. Maria-Luise Mathiaschitz, Alarm. Pro Monat würde die Spielsuchtberatung der Landeshauptstadt bis zu elf Neuzugänge verzeichnen, wies Mathiaschitz auf den Anstieg von 232 gemeldeten KlientInnen im Dezember 2006 auf 292 im Dezember 2007 hin. Dabei sei zu bedenken, dass die offiziellen Zahlen nur die Spitze des Eisberges seien. "Die Dunkelziffer liegt weit höher. Geschätzte 15.000 KärntnerInnen sind spielsüchtig!"

Die besorgniserregenden Zahlen seien vor allem auf das "Kleine Glücksspiel" zurückzuführen, liegt für Mathiaschitz die Hauptursache der Problematik vor allem in der rasanten und flächendeckenden Ausweitung der Automatencasinos. Die Möglichkeit, ein solches aufzusuchen, sei allein durch durchgehende Öffnungszeiten sowie keine verpflichtenden Ausweis- und Alterskontrollen hoch, die Hemmschwelle niedrig. "Angesichts der fatalen Auswirkungen, die die Spielsucht mit sich bringt und die nicht nur die Betroffenen, sondern auch deren Familien mit ganzer Härte treffen, ist es höchst an der Zeit, ernsthaft über einen Ausstieg aus dem ‘Kleinen Glücksspiel’" nachzudenken".

Eine Höchstzahl an zulässigen Spiellokalen, das Verbot, kostenlos Alkohol auszuschenken, das Verbot aggressiver direkter Werbung, z. B. bereits Verschuldete per sms auf Freispiele aufmerksam zu machen sowie das Verbot, zinsenfreie Privatkredite zu vergeben, seien erste wichtige Schritte, die zu setzen seien. Auch bargeldloses Zahlen soll nicht mehr gestattet und eine strenge Alterskontrolle eingeführt werden, forderte Mathiaschitz umgehende Maßnahmen in dieser Causa.

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