Kaske zu Nichtraucherschutz: "Beschäftigte müssen die Wahl haben"

ArbeitnehmerInnenschutz muss ernst genommen werden

Wien (vida/ÖGB) - "Die Gäste können es sich aussuchen, ob sie lieber Nichtraucherlokale besuchen wollen. Das Servierpersonal hingegen wird in Raucherlokalen dem Passivrauchen ausgesetzt", erklärt Rudolf Kaske, Vorsitzender der zuständigen Gewerkschaft vida, zur aktuellen Diskussion: "Das widerspricht dem Arbeitnehmerschutz. In Büros zum Beispiel müssen die Arbeitgeber ja dafür sorgen, dass Nichtraucher nicht mit Rauch in Kontakt kommen. Sogar Minister Bartenstein sieht im Gegensatz zur Gesundheitsministerin ein, dass auch die Beschäftigten in der Gastronomie das Recht auf einen rauchfreien Arbeitsplatz haben." ++++

Besonders ärgerlich findet die Lebensgewerkschaft vida die Tatsache, dass die Ministerin nicht an Lehrlinge und jugendliche ArbeitnehmerInnen denkt, betont Kaske: "Gerade die Jugend bedarf eines besonderen Schutzes und muss auch davor bewahrt werden, dass sie in der Stressbranche Gastronomie mit dem Rauchen anfängt. Die Gesundheitsministerin muss die Grundsätze des Arbeitnehmerschutzes in ihre Überlegungen mit einbeziehen, hier darf sich Frau Dr. Kdolsky nicht aus der Verantwortung stehlen."

Der vida-Vorsitzende fordert abschließend: "ArbeitnehmerInnen, die nicht im Qualm arbeiten wollen, sollen Anrecht auf einen Ersatzarbeitsplatz haben - entweder in derselben Firma oder ihn einem anderen Betrieb, in einer Art Poollösung. Sollte das nicht möglich sein, dann sollen ArbeitnehmerInnen das Recht haben, unter Wahrung aller gesetzlichen Ansprüche zu kündigen."(kk)

ÖGB, 17. Jänner 2008 Nr. 020

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