AKNÖ: Keine Ausreden mehr - Alle 24-Stunden-Betreuerinnen aus der Illegalität holen und anmelden

Vizepräsidentin Brigitte Adler: "Jetzt Augenmerk auf die Qualitätssicherung und Ausbildung legen"

Wien (AKNÖ) - Mit dem heute, Donnerstag, vorgelegten Pflege-Verfassungsgesetz ist es längst nicht getan, stellt die Niederösterreichische Arbeiterkammer fest. "Jetzt gibt es keine Ausreden mehr, die Betreuerinnen weiter illegal arbeiten zu lassen", fordert AKNÖ-Vizepräsidentin Brigitte Adler "alle in Haushalten mit Betreuung beschäftigten Personen ordnungsgemäß bei der Sozialversicherung anzumelden". Das nächste halbe Jahr muss außerdem dafür genützt werden, die Kompetenzen der Betreuerinnen bei Nahrungsaufnahme und bei der Körperpflege klar zu regeln.

Gesundheits- und Krankenpflegegesetz muss der Realität angepasst werden Da es jetzt den neuen Beruf der PersonenbetreuerIn gibt, müssen auch die Kompetenzen klar geregelt sein: Eindeutig medizinische Pflege muss dem diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegepersonen vorbehalten werden. AKNÖ-Gesundheitsexperte Dr. Bernhard Rupp, MBA: "Die Gesundheitsministerin ist jetzt aufgerufen, Unterstützung beim Essen und bei der täglichen Körperpflege auch den 24-Stunden-Betreuerinnen zu gestatten. Es bedarf einer lebensnahen und pragmatischen Lösung." Dieser Vorschlag wird im Parlament bereits aufgegriffen. Gleichzeitig muss im Interesse der Patientensicherheit eine fachliche Aufsicht durch DiplomkrankenpflegerInnen gewährleistet sein. Eine Forderung, die bereits Ende November von Gesundheits- und Sozialexperten bei der großen Betreuungs-Enquete der AKNÖ in Laa/Thaya erhoben worden war.

Zügige Anerkennung der Berufsausbildung von qualifizierten Betreuerinnen Viele Betreuerinnen werden als "Schwestern" bezeichnet, weil sie in der Slowakei oder in Tschechien bereits eine hochwertige Krankenpflegeausbildung abgeschlossen haben. Was sie in Österreich derzeit als Betreuerinnen tun dürfen, entspricht nicht im mindesten ihrer formalen Ausbildung. Bernhard Rupp, Abteilungsleiter Gesundheitswesen der AKNÖ: "Für gut ausgebildete Betreuungspersonen muss ein verständliches und zügiges Anerkennungssystem ihrer Qualifikation rasch entwickelt werden." Diese Anerkennung sollte idealerweise im Rahmen des One-Shop-Prinzips (alles bei einer Behörde erledigen können) erfolgen. Niederösterreich sollte sich rasch der One-Shop-Initiative des Sozialministeriums und anderer Bundesländer anschließen. Für unbedingt notwendige Zusatzqualifikationen sollen in Österreich kostengünstige Angebote geschaffen werden. "Es ist unsinnig, gut ausgebildete Betreuerinnen im Hilfsarbeiterstatus zu belassen, wenn sie tatsächlich qualifiziert genug sind, krankenpflegerische Tätigkeiten auszuüben", so Bernhard Rupp. Rückfragen: Dr. Bernhard Rupp, MBA, Abteilungsleiter Gesundheitswesen und ArbeitnehmerInnenschutz, Tel. 05-7171-1272

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