Mölzer: Serbien nicht in die Arme Rußlands treiben

Eine übereilte Lösung der Kosovo-Frage würde zu Präzedenzfall für Nordzypern und Georgien werden

Wien (OTS) - "Wenn heute der russische Staatspräsident Wladimir Putin fordert, daß eine UN-Resolution in Sachen Kosovo nur im Fall eines Einverständnisses von Belgrad und Pristina zustande kommen darf, so ist ihm völlig recht zu geben", hält der FPÖ-EU-Abgeordnete Andreas Mölzer fest.
"Die Europäische Union sei an dieser Stelle auf jeden Fall davor gewarnt, eine übereilte, einseitige Unabhängigkeitserklärung des Kosovo zu akzeptieren, zumal zum einen eine Art US-Satellitenstaat entstehen würde, und sich zum anderen Serbien vor den Kopf gestoßen fühlen würde und man das Land in die Arme Rußlands treiben würde." Für den freiheitlichen EU-Parlamentarier ist klar, daß es eine ausschließlich europäisch geführte Lösung geben müsse, bei der US-amerikanische oder russische Interessen keine Rolle spielen dürfen.
"Ganz klar muß man historische serbische Interessen einerseits, das Selbstbestimmungsrecht der Völker andererseits, in dieser heiklen Frage berücksichtigen", stellt Mölzer zum wiederholten Male klar. Auch dürfe, so der Abgeordnete abschließend, mit einem zu schnell für unabhängig erklärten Kosovo kein Präzedenzfall für Nordzypern oder auch Georgien (wo sich Moskau Vorteile für die pro-russischen Unabhängigkeitsbestrebungen von den georgischen Regionen Abchasien und Südossetien erhofft) geschaffen werden."

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