380-kV-Gutachten wird am 28. Jänner öffentlich präsentiert

Eisl: Wenn technisch machbar, müssen Möglichkeiten des Kabels genutzt werden

Salzburg (OTS) - Das im Auftrag des Landes in den vergangenen Monaten ausgearbeitete Gutachten zur Machbarkeit einer (Teil-)Verkabelung der 380-kV-Salzburg-Leitung wird am Montag, 28. Jänner, den Mitgliedern der Landesregierung, den Abgeordneten zum Salzburger Landtag und der Bevölkerung präsentiert. Auch im Internet kann man diese Präsentation mitverfolgen. Der Energiereferent der Salzburger Landesregierung, Landesrat Sepp Eisl, wartet mit großem Interesse auf das parallel "noch schnell" erstellte Gutachten der E-Control zur 380-kV-Leitung, das am 18. Jänner in Wien präsentiert wird.

Land informiert Öffentlichkeit über Ergebnisse des Gutachtens

"In Abstimmung mit Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller habe ich im August 2007 das niederländische Unternehmen KEMA mit der Erstellung eines Gutachtens zur Prüfung einer möglichen (Teil-)verkabelung der 380-kV-Salzburg-Leitung beauftragt. Der Auftrag wurde von uns auch zur Information der Bevölkerung ins Internet gestellt und ist auf www.salzburg.gv.at/eisl unter "Auftrag 380kV-Gutachten" abrufbar. Am 28. Jänner können wir nun der Öffentlichkeit die Ergebnisse präsentieren. Uns ist dabei wichtig, dass diese Information auf einer möglichst breiten Ebene stattfindet, denn die Bevölkerung hat ein Recht darauf, zu erfahren, ob und wie eine Verkabelung möglich ist", so Eisl.

Nach der Präsentation in der Landesregierung ab 9.00 Uhr und im Landtag ab 12.30 Uhr wird Dipl.-Ing. Jörg Zillmer, der Verfasser der Studie, die Ergebnisse am 28. Jänner abends um 19.00 Uhr im Landgasthof-Hotel Neuwirt in Bad Vigaun der Öffentlichkeit vorstellen. "Zu dieser Veranstaltung sind alle Interessierten herzlich eingeladen", betont Eisl. Die Landtagsenquete am Nachmittag des 28. Jänner wird auch im Internet übertragen werden.

Bei technischer Machbarkeit muss Verkabelung kommen

"Wenn die Experten der KEMA zum Schluss kommen, dass eine (Teil-)Verkabelung machbar und Stand der Technik ist, dann fordere ich vom Verbund, die Möglichkeiten des Kabels so zu nutzen, dass die Leitung mit der Bevölkerung rasch gebaut werden kann", so Eisls Appell an den Betreiber der 380-kV-Leitung.

E-Control hat Angebot zur Zusammenarbeit der Gutachter ignoriert

Wenig verwundert zeigte sich Eisl über die kürzlich angekündigte Präsentation eines weiteren 380-kV-Gutachtens im Auftrag der E-Control, des österreichischen Stromregulators. "Wir wissen seit längerem, dass es ein solches Parallel-Gutachten gibt. Ich habe Dipl.-Ing. Walter Boltz, dem Geschäftsführer der E-Control, mehrfach die Zusammenarbeit und Abstimmung der Gutachter angeboten. Auf dieses Angebot wurde nicht einmal reagiert. Ich bin daher sehr gespannt auf die Erkenntnisse aus diesem Gutachten der E-Control. Ich erwarte mir eigentlich relativ gleichlautende Ergebnisse der beiden Gutachten, da auch die E-Control - so wie die KEMA - umfangreiches und hoffentlich auch dasselbe Datenmaterial vom Verbund als Basis für die Erstellung des Gutachtens erhalten hat und der Schriftverkehr zwischen Verbund und KEMA, dem Gutachter des Landes Salzburg, ja in letzter Zeit immer in Durchschrift an die E-Control ging", so Eisl. "Ich bedaure es, dass man hier seitens des Verbundes ein solches Geheimnis aus dem Gutachten gemacht hat, und bin gespannt, ob uns das fertige Gutachten überhaupt zur Verfügung stehen wird. Im Gegensatz zu dieser Vorgehensweise habe ich immer darauf geachtet, dass die Erstellung des KEMA-Gutachtens mit größtmöglicher Transparenz passiert", so Eisl.

Eckpunkte des Salzburger Gutachtens

Das Gutachten der KEMA ist in vier Teilbereiche gegliedert. Neben der Untersuchung elektro-energetischer Aspekte wie Kabeltechnik und sicherer Netzbetrieb werden auch eine geologische Untersuchung, eine raumplanerische Untersuchung sowie eine volkswirtschaftliche Gesamtbetrachtung durchgeführt. Untersuchungsumfang ist entsprechend der Vereinbarung mit dem Verbund vom 18. April 2007 der zweite Leitungsabschnitt von Elixhausen bis Kaprun. Darüber hinaus beauftragte die Landesregierung die KEMA auch, die Auswirkungen auf den ersten Abschnitt von der oberösterreichischen Landesgrenze bis Elixhausen zu untersuchen.

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