AK: Achtung vor teuren Spesenfallen! (2)

AK will klare Informationen für BankkundInnen - AK Preisvergleichsrechner im Web führen zu günstigen Angeboten

Wien (OTS) - Zins- und Spesenfallen am Girokonto, am Sparbuch oder beim Kredit können ganz schön ins Geld gehen, warnt die AK. Wer etwa sein Konto über dem Kontorahmen überzieht, zahlt teure Strafzinsen. Die AK fordert bessere Informationen für BankkundInnen. Der Kontoauszug soll verpflichtend und periodisch über Überziehungsrahmen und -zinsen informieren. Außerdem sollen Gutschriften taggleich und nicht am nächsten Werktag gutschrieben werden. Bei Bausparverträgen sollen die Bausparkassen klar und deutlich über fixe und variable Zinssätze aufklären.

Zins- und Spesenfallen am Girokonto: Wer mit seinem Konto über dem Kontorahmen (in der Regel drei Bruttomonatsgehälter) ins Minus rutscht, zahlt zusätzlich saftige fünf Prozent Strafzinsen. "Ist das Konto nicht gedeckt und können keine Abbuchungs- und Daueraufträge durchgeführt werden, zahlen Konsumenten teure Spesen von beispielsweise 6,75 Euro", sagt AK Konsumentenschützer Christian Prantner.

Vorsicht bei vorzeitiger Abhebung am Sparbuch mit Bindungsfrist:
Bei einer vereinbarten Bindungsfrist kostet eine vorzeitige Abhebung am Sparbuch ein Promille pro Monat der nicht eingehaltenen Bindungsdauer vom behobenen Betrag.

Teure verfrühte Auflösung des Bausparers: "Wer seinen Bausparvertrag vorzeitig kündigt, dem wird die staatliche Prämie rückgerechnet", sagt der AK Konsumentenschützer. Außerdem wird ein Verwaltungskostenbeitrag fällig und der Zinssatz nachträglich reduziert. Ein Beispiel: Bei einem Bausparvertrag mit Einmalerlag von 6.000 Euro belaufen sich nach rund drei Jahren Vertragslaufzeit die Kosten der Auflösung auf rund 295 Euro.

Bei Wohnkredit auf Nebenkosten achten: Bei einem Kredit ist es wichtig, den Zinssatz zu verhandeln. "Schauen Sie auch auf die Nebenkosten für Bearbeitung, Grundbucheintrag, Schätzung der Immobilie - auch hier können Sie verhandeln", sagt Prantner.

Fixzinsfalle bei Privatkrediten: Privatkredite mit günstigen Fixzinsen können zur Zinsfalle werden, wenn der variable Zins nach Auslaufen der Fixzinsperiode in die Höhe springt. Das kann passieren, wenn beim variablen Zins der so genannte Aufschlag - üblicherweise zwischen zwei und drei Prozent - vor Vertragsabschluss nicht verhandelt wurde.

Service für KonsumentInnen: Wo lauern Spesen? So finden Sie das beste Sparbuch. Wer ist der günstigste Handyanbieter? Wer ist der billigste Energielieferant, und wer hat die attraktivsten Zusatzleistungen und betreut Sie am Besten. Die AK Online-Preisvergleichsrechner helfen Ihnen dabei. Sie finden die Rechner und weitere Geldspartipps auf einen Klick unter www.arbeiterkammer.at.

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