Vorzeigeprojekt für die Generation 50 Plus

Wien (OTS) - Die barrierefreie und bedarfsgerechte Gestaltung der Wohnung und des Wohnumfelds spielt speziell für ältere Menschen, deren Aktionsradius häufig eingeschränkt ist, eine sehr große Rolle. Die Stadt Wien fördert deshalb verstärkt Wohnformen, die in besonderem Maße auf die Bedürfnisse und Wünsche der Generation 50 plus zugeschnitten sind. Der steigenden Anzahl von SeniorInnen in unserer Stadt soll es dadurch ermöglicht werden, möglichst lange in der eigenen Wohnung leben zu können. Die neue Wohnhausanlage "Wohnen für Generationen" auf dem Areal der Kornhäusel-Villa, die in Kürze an ihre BewohnerInnen übergeben werden wird, bietet nicht nur seniorengerechte Wohnungen und ein barrierefreies Gesamtareal, sondern auch Mehrgenerationenwohnungen und eine betreute Seniorenwohngemeinschaft. Alle Wohnungen wurden bereits vergeben, mehr als ein Viertel der künftigen BewohnerInnen sind älter als 50 Jahre alt. Mit Unterstützung von Wohnbauförderungsmitteln wurden für einen Mieter, der auf den Rollstuhl angewiesen ist, zusätzliche Erleichterungen durch sprachgesteuerte Einrichtungen (Tor in der Anlage, Lift, Wohnungstüre) geschaffen. Wohnbaustadtrat Dr. Michael Ludwig, Bezirksvorsteher Franz Prokop und Neue Heimat-Geschäftsführer Mag. Karl Wurm stellten heute, Donnerstag, die neue Wohnhausanlage vor.****

Die Schaffung neuer Wohnformen für ältere Menschen stellt einen wesentlichen Schwerpunkt in der Wiener Wohnbaupolitik dar. Mit der neuen Wohnhausanlage "'Wohnen für Generationen' in der Ottakringer Staße 233/Montleartstraße 74, wurde ein weiteres Projekt erfolgreich verwirklicht, das maßgeschneidertes Wohnen für die Generation 50 plus bietet. Wohnbaustadtrat Michael Ludwig: "Die Investitionen aus den Mitteln der Wiener Wohnbauförderung gewährleisten ein umfassendes Angebot an erschwinglichen Wohnungen, sie dienen aber auch dazu, sicherzustellen, dass bedarfsgerechte Wohnformen realisiert werden. Die wichtigsten Grundlagen dafür bilden die demographische und gesellschaftliche Entwicklung und - damit verbunden - die Wünsche und Wohnbedürfnisse aller Wienerinnen und Wiener. In den kommenden Jahrzehnten wird der Anteil an älteren Menschen in unserer Bevölkerung weiter steigen. Daher lege ich hohes Augenmerk darauf, dass bereits jetzt innovative Wohnformen für die Generation 50 plus entwickelt und in Zukunft auf noch breiterer Basis realisiert werden. Ein großes Anliegen ist mir dabei auch die Förderung des Zusammenlebens der Generationen, die den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft stärkt. Das große Interesse am Projekt 'Wohnen für Generationen' zeigt erneut, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Die Stadt Wien hat die Errichtung des Neubaus - die Gesamtkosten betrugen rund 11,8 Millionen Euro - mit einem Zuschuss im Ausmaß von 4,3 Millionen Euro unterstützt. Die Sanierung der Kornhäuselvilla, die ein neuer Anziehungspunkt für die Bewohnerinnen und Bewohner Ottakrings werden wird, wurde mit rund 360.000 Euro gefördert."

"Für Ottakring ist dieses Projekt in mehrfacher Hinsicht von großer Bedeutung: Neben der Schaffung von neuem, attraktivem Wohnraum und der Sanierung und Belebung der Kornhäusel-Villa wurde damit ein wichtiger Impuls für die Aufwertung des Grätzels gesetzt. Die Stadt Wien investiert zudem rund 2,5 Millionen Euro in die Neugestaltung der Umgebung der Liegenschaft. Zum Maßnahmenpaket zählen beispielsweise die Verlegung des Expedits an der J-Wagen-Endstelle und der Polizeiinspektion Wilhelminenstraße in die neue Wohnhausanlage, ein neuer Radweg und ein barrierefreier Zugang zum J-Wagen. Alle Ottakringerinnen und Ottakringer, die in diesem Viertel leben, werden davon profitieren. Das Projekt leistet aber auch einen Beitrag zum Sanierungsboom in Ottakring, der immer mehr an Dynamik gewinnt. Vorzeigebauten bringen frischen Wind ins Grätzel - sie ziehen bei privaten Hauseigentümern ein verstärktes Interesse an Sanierungen nach sich und locken neue Investoren ins Viertel", betonte BV Franz Prokop anlässlich der Präsentation der fertig gestellten Wohnhausanlage.

"Ich freue mich, dass unser Projekt 'Wohnen für Generationen' ein so positives Echo gefunden hat. Als gemeinnütziger Bauträger sehen wir es als wichtige Aufgabe an, Wohnprojekte zu realisieren, die maßgeschneidertes Wohnen für ältere Menschen ermöglichen, die aber auch eine gute Durchmischung hinsichtlich des Alters der Bewohnerinnen und Bewohner bieten. Wir sind dabei bestrebt, innovative Lösungen zu entwickeln und Wohnungen und Anlage so zu gestalten, dass sie ein bestmögliches Maß an Barrierefreiheit und Flexibilität bieten. Zurzeit planen wir im 16. Bezirk bereits eine weitere Wohnhausanlage, deren Konzeption auf den Ergebnissen von Experten-Workshops beruht. Ziel des Wohnprojekts ist die Schaffung alternativen Wohnformen für Menschen, die in ihrem dritten Lebensabschnitt selbstständig in einer eigenen Wohnung, aber gleichzeitig in einer engen Gemeinschaft wohnen möchten. Der Spatenstich dafür wird noch heuer erfolgen", erklärte Neue Heimat-Geschäftsführer Karl Wurm.

Das Projekt "Wohnen für Generationen" im Detail

Der aus mehreren Baukörpern bestehende Neubau mit einer Nutzfläche von 8.284 m2 bietet 87 geförderte Mietwohnungen. Weiters werden dort eine betreute Seniorenwohngemeinschaft die Wiener Sozialdienste Alten und Pflegedienste GmbH, ein Polizeikommissariat und das Expedit der Wiener Linien einziehen. Die Wohnhausanlage zeichnet sich durch zahlreiche Pluspunkte aus, die für die Mobilität und das Wohlbefinden älterer Menschen sehr wichtig sind. Architektur und Wohnkonzept der Anlage fördern die Kommunikation zwischen den Generationen, durch das barrierefrei gestaltete Areal und durch die neue Nutzung der Kornhäusel-Villa wird SeniorInnen mit eingeschränkter Mobilität ein erweiterter Aktionsradius geboten. Auf die Wohnbedürfnisse älterer Menschen nimmt die Wohnhausanlage mit folgenden Maßnahmen Rücksicht:

o größere Stiegenbreiten, größere Stiegenpodeste vor den Lifttüren o flachere Rampen o die Grundrisse sind weitgehend frei von tragenden Wänden, die Wände können leicht versetzt werden o behindertengerechter schwellenloser Zugang zu jedem Hauseingang und zu jeder Wohnungstür o Vermeidung von Angsträumen durch ausreichende Belichtung und klare Gestaltung o "anpassbarer Wohnbau": später notwendige Änderungen in der Wohnung sollen möglichst einfach vorgenommen werden können: installationsfreie Zwischenwände zwischen Bad und WC, durchgehender Estrich zwischen Bad und WC, leichte Zusammenlegbarkeit beider Räume (Rollstuhltauglichkeit) o alle Wohnungen verfügen über Eigengarten, Loggia oder Dachterrasse, welche barrierefrei erreichbar sind o Vorsorge für den nachträglichen Einbau von Treppenliften in Maisonetten o sämtliche WCs sind behindertengerecht anfahrbar, sämtliche WC Türen öffnen nach außen, größere WC-Breite (100 statt 90cm) o Attraktiver Innenhof mit getrennten Sitz- und Spielbereichen für Alt und Jung o Helle Erschließungsflächen (z.B. Stiegenhäuser) sind "verweilfreundlich" - dadurch werden Kontakte gefördert! o attraktiver Waschsalon, ebenerdig natürlich belichtet mit Treffpunktcharakter o Behindertenabstellplätze in der hauseigenen Tiefgarage

Darüber hinaus werden "Mehrgenerationenwohnungen" als Sonderform angeboten. Eine Kleinwohnung liegt neben einer 3-Zimmer-Wohnung und kann auf Wunsch mit einem internen Zugang erschlossen werden. Die Gesamtkosten des Neubauprojekts betrugen rund 11,8 Mio. Euro, die Fördermittel der Stadt rund 4,3 Mio. Euro.

Weitere Einrichtungen im Gesamtprojekt

o Seniorenwohngemeinschaft

Die Pflege und Betreuung der BewohnerInnen der Seniorenwohngemeinschaft wird von den regional zuständigen Gesundheits- und Sozialdiensten der Stadt Wien organisiert. Für Fragen im therapeutischen, rechtlichen und finanziellen Bereich stehen Case Manager/innen zur Verfügung. Die Seniorenwohngemeinschaft steht der gesamten Wohnhausanlage für Beratungsleistungen zur Verfügung.

o Polizeiinspektion Ottakring NEU

Das Polizeikommissariat in der Wilhelminenstraße zieht in die neue Wohnhausanlage (Maroltingerstraße) um.

o Expedit der Wiener Linien

Der derzeit an der J-Wagen-Endstelle bestehende Expedit der Wiener Linien übersiedelt ebenfalls in den Neubau. Durch den Abbruch des freistehenden Bestandsgebäudes wird Fläche für eine bessere Vorfeldgestaltung des Endstellenbereiches geschaffen.

o Kornhäusel-Villa

Die denkmalgeschützte Kornhäusel-Villa (Fertigstellung der Sanierung: März 2008) wird ein Café-Restaurant und Praxen komplementärmedizinischer Dienstleister beherbergen. Die Gesamtkosten der Sanierung betragen rund eine Mio., der Zuschuss der Stadt rund 360.000 Euro.

o Infos über besonders barrierefreie Wohnprojekte Wohnservice Wien 2., Taborstraße 1-3 Tel.: 24 503-100, E-Mail: office@wohnservice-wien.at Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr www.wohnservice-wien.at/

(Schluss) dax

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Christiane Daxböck
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