Greenpeace-Aktion gegen Spritsäufer bei Automesse

Umweltorganisation fordert massive CO2-Reduktion von der Autoindustrie

Wien/Brüssel (OTS) - Zwanzig Greenpeace-Aktivisten haben sich
heute Vormittag bei der Vienna Autoshow um ein dort ausgestelltes SUV (Sport Utility Vehicle) gekettet, um damit gegen diese Klima zerstörenden Spritsäufer zu protestieren.

"Der BMW X5 ist nichts anderes als ein weiterer Sargnagel für die europäische Klimapolitik und somit leider beispielhaft für das Vorgehen der europäischen, insbesondere der deutschen Autoindustrie", kritisiert Greenpeace-Sprecher Jurrien Westerhof. "Wir verlangen, dass man sich endlich von solchen Klima-Killern verabschiedet, statt sie verstärkt in die Auslagen zu stellen." Allein in Österreich wurden im vergangenen Jahr fast zwanzig Prozent mehr SUVs verkauft als im Jahr zuvor.

Parallel zur Aktion in Wien protestiert Greenpeace auch bei der European Motor Show in Brüssel. Damit will die Umweltorganisation EU-weit darauf aufmerksam machen, dass der Verkehr einer der Hauptverursacher für den fortschreitenden Klimawandel ist. "Die Autohersteller müssen endlich die Verantwortung für ihren Beitrag an der Klimazerstörung übernehmen, statt sich mit einigen wenigen Sprit sparenden Modellen ein grünes Mäntelchen umzuhängen", appelliert Westerhof. "Vor allem die deutsche Autoindustrie setzt seit Jahren auf schwere Autos, während sie bei Messen weiterhin ihre grünen Feigenblätter präsentiert", moniert der Greenpeace-Verkehrsexperte. Die Umweltorganisation fordert mit ihren beiden Aktionen, dass die in die Kritik geratenen Autohersteller endlich einer massiven CO2-Reduktion ihrer Flotten zustimmen.

Auf www.marktcheck.at präsentiert die Umweltorganisation eine Liste aller hierzulande erhältlichen Pkw, die weniger als 120 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen und damit bereits jetzt die Greenpeace-Forderungen für 2012 erfüllen. Angeführt wird dieses Ranking vom Smart fortwo mit nur 88 g CO2/km, gefolgt vom Seat Ibiza Ecomotive mit 99 g CO2/km sowie dem VW Polo Blue Motion mit ebenfalls 99 g CO2/km und dem Smart fortwo Coupé sowie Cabrio mit jeweils 103 g CO2/km. Insgesamt schafften es gleich 44 Modelle von achtzehn verschiedenen Automarken unter die 120 g CO2/km-Marke.

"Mit solchen Fahrzeugen zeigen die Produzenten, was alles möglich ist. Leider stellen diese Modelle bisher die Ausnahmen dar", bemängelt Jurrien Westerhof. Deshalb fordert Greenpeace von der EU, sich endgültig für Durchschnittsemissionen von 120 Gramm CO2 pro Kilometer ab dem Jahr 2012 und achtzig Gramm CO2 pro Kilometer ab 2020 einzusetzen.

Zum Greenpeace-Ranking der Pkw mit geringem CO2-Ausstoß:
http://marktcheck.greenpeace.at/5309.html

Rückfragen & Kontakt:

Greenpeace CEE

Attila Cerman, Presseprecher
Tel: 0664-3435354

DI Jurrien Westerhof, Verkehrsexperte
Tel: 0664-6126701

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GRP0001