Staatssekretär Hans Winkler trifft den sudanesischen Staatsminister für Außenpolitik

Wien (OTS) - "Nur der fortgesetzte und vertrauensvolle Dialog,
sowie das weitere Aufeinanderzugehen aller Parteien am Verhandlungstisch können anhaltenden Frieden und Stabilität im Sudan garantieren. Militärisches Vorgehen und Misstrauen verursachten über viele Jahre nur Leid und Elend im Sudan", so Winkler nach seinem Gespräch mit dem sudanesischen Staatsminister für Außenpolitik Al Samani Al Sheikh al Wasila. Vor nunmehr bereits drei Jahren endete ein grauenvoller Bürgerkrieg mit der Implementierung eines "Umfassenden Friedensabkommens".

"Der Weg zu Frieden, gegenseitigem Vertrauen und demokratischen Strukturen ist hart und steinig, gleichzeitig aber die wesentliche Basis für eine Zukunft in Sicherheit und Stabilität", so Winkler, der an seinen Kollegen appellierte, weiterhin alle notwendigen Anstrengungen zu unternehmen, um die vorgesehen Schritte des Friedensabkommens zeitgerecht umzusetzen. Gleichzeitig betonte der Staatsekretär auch die Wichtigkeit der engen Zusammenarbeit mit dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH): "Recht und Gerechtigkeit müssen im Vordergrund stehen, nicht das Recht des Stärkeren oder das Recht der Waffe".

Im Mittelpunkt der Gespräche standen auch die Situation in Darfur, der Friedenseinsatz im Tschad, sowie die anhaltenden Menschenrechtsverletzungen. "Gerade in politisch schwierigen Konflikten ist die humanitäre Hilfe oft die einzige internationale Hilfe, die die Betroffenen erreicht. Humanitäre Hilfe ist Ausdruck unserer ethischen Verantwortung und Solidarität mit Not leidenden Menschen. Sie orientiert sich ausschließlich an der Bedürftigkeit der Menschen", sagte Winkler. Seit 2004 sind rund 200.000 Sudanesen vor bewaffneten Auseinandersetzungen und schwersten Menschenrechtsverletzungen in den Tschad geflüchtet. "Daher ist es gerade jetzt sinnvoll, internationale Präsenz zu zeigen, um weitere Auseinandersetzungen zu verhindern", betonte Winkler im Hinblick auf den bevorstehenden Friedenseinsatz im Tschad. "Friedenssicherung bedeutet eine Region zu befrieden, den Schutz von Flüchtlingen und intern Vertriebenen zu gewährleisten, sowie die notwendigen Bedingungen für ihre Rückkehr zu schaffen. Es ist zweifellos eine anspruchsvolle Mission, die von uns und unseren europäischen Kollegen entsprechend sorgfältig und präzise vorbereitet wurde."

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