Innverlegung am Innsbrucker Flughafen: Win-Win Situation für Umwelt und Sicherheit

Renaturierung der Mündungsbereiche von Seitenzubringern des Inns schafft auch besseren Hochwasserschutz

Wien (OTS) - "Die Verlegung des Inns beim Innsbrucker Flughafen stellt nicht nur eine rein sicherheitstechnische Maßnahme dar - um den von der Internationen Zivilluftfahrt (ICAO) geforderten Sicherheitsstandard zu erfüllen -, sondern bringt auch umwelttechnisch gesehen eine ökologisch-wertvolle Umgestaltung des Flusses sowie seiner Seitenzubringer. Neben der Renaturierung der Mündungsbereiche des Völser Gießen und des Axamer Baches werden der Inn und das Innufer im Baubereich ökologisch aufgewertet. Das Lebensministerium investiert dazu Bundesmittel in der Höhe von rund 2,65 Millionen Euro. Mit Ergänzungsmaßnahmen kann in weiterer Folge auch ein verbesserter Hochwasserschutz für die Marktgemeinde Völs erreicht werden", so Umweltminister Pröll heute anlässlich des Spatenstichs zur Innverlegung am Innsbrucker Flughafen.

Die Internationale Zivilluftfahrtbehörde schreibt vor, dass jeder Flughafen nach dem Pistenende über ein 150 Meter langes Pistenvorfeld verfügen muss. Nachdem am Flughafen Innsbruck am westlichen Pistenende nur 60 Meter zur Verfügung standen, wurde der Tiroler Flughafenbetriebsgesellschaft mbH (TFG) im Jahr 2005 durch das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie die luftfahrtrechtliche Bewilligung zur Änderung der festgelegten Flughafengrenzen erteilt. Ziel war die Herstellung eines dem internationalen Standard entsprechenden Pistenvorfeldes im Westen des Flughafens Innsbruck.

Im September 2007 wurde weiters das "Wasser-, Naturschutz- und Forstrechtliche Verfahren" für das Sicherheitsprojekt "Innverlegung" positiv abgewickelt. Bereits vor 2 Tagen wurde mit der Einrichtung der Baustelle auf Völser Seite begonnen. Die erste Bauphase wird lediglich bis März/April dieses Jahres andauern. Im Sommer werden keine Bauarbeiten im Rahmen der Innverlegung stattfinden. Im Oktober/November 2008 werden die Bautätigkeiten wieder aufgenommen, um das Projekt fristgerecht bis zum Frühjahr 2009 fertig zu stellen. Durch die vorgesehenen Maßnahmen wird nun nicht nur das international geforderte Pistenvorfeld für den Flughafen geschaffen, sondern auch der Inn ökologisch wertvoll umgestaltet werden. So entstehen unter anderem eine Insel und ein Seitenarm des Inns.

Die Baukosten belaufen sich insgesamt auf rund 8,26 Millionen Euro. In Summe werden rund 250.000 m3 Material sowie rund 90.000 Tonnen Flussbausteine bewegt werden. Erfreuliches Detail am Rande:
Die erforderlichen Grundkäufe der rund acht Hektar Grund sowohl auf Völser als auch auf Innsbrucker Seite konnten mit allen GrundeigentümerInnen im besten Einvernehmen erworben werden.

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