KORREKTUR zu OTS136: Hundstorfer: Präventionsgesetz reduziert krankheitsbedingte vorzeitige Pensionierungen

Pensionsantrittsalter: Entscheidung muss bei Politik bleiben - keine automatische Koppelung an Lebenserwartung

Wien (ÖGB) - Im ersten Absatz muss der letzte Satz richtig lauten:
"Von 2000 bis 2006 ist die Zahl der gesundheitsbedingten vorzeitigen Alterspensionen um mehr als 20.000 zurückgegangen."

Der vierte Absatz muss richtig lauten: "Rechnet man alle Pensionen aus Gesundheitsgründen (Invaliditätspensionen und vorzeitige Alterspensionen wegen geminderter Erwerbsfähigkeit) zusammen, so ist von 2000 bis 2006 die Zahl der gesundheitsbedingten vorzeitigen Alterspensionen um mehr als 20.000 zurückgegangen."

Hundstorfer: Präventionsgesetz reduziert krankheitsbedingte vorzeitige Pensionierungen
Utl.: Pensionsantrittsalter: Entscheidung muss bei Politik bleiben -keine automatische Koppelung an Lebenserwartung=

Wien (ÖGB). "Die Abschaffung des Berufsschutzes ist der falsche Weg, um die Zahl der InvaliditätspensionistInnen zu verringern", reagiert ÖGB-Präsident Rudolf Hundstorfer auf die Forderungen der Wirtschaftskammer. "Ziel muss die Erhaltung der Arbeitsfähigkeit sein. Ein eigenes Präventionsgesetz ist überfällig", so Hundstorfer. Abgesehen davon: Die Entwicklung der gesundheitsbedingten Neuzuerkennungen ist in Österreich rückläufig. Von 2000 bis 2006 ist die Zahl der gesundheitsbedingten vorzeitigen Alterspensionen um mehr als 20.000 zurückgegangen.=

Der ÖGB unterstützt das Ziel, die Zahl der vorzeitigen Pensionsantritte zu reduzieren - durch Erhaltung der Arbeitsfähigkeit. Das Institut für Höhere Studien (IHS) hat für Österreich ein jährliches Einsparungspotenzial von bis zu 3,6 Mrd. Euro durch flächendeckende Prävention und Gesundheitsförderung in Betrieben errechnet. Davon sind bis zu 1,4 Mrd. Euro durch weniger Erwerbsunfähigkeitspensionen und bis zu 1 Mrd. Euro durch verminderte Krankenstandskosten erzielbar.

Prävention verlängert Arbeitsfähigkeit

"Der ÖGB fordert ein umfassendes Präventions- und Gesundheitsförderungsgesetz, das unter anderem ermöglicht, dass die freiwillige Vorsorge-Untersuchung in den Betrieben stattfindet. Außerdem muss ein solches Gesetz dem betrieblichen ArbeitnehmerInnenschutz und der Gesundheitsförderung einen weitaus höheren Stellenwert geben, als dies bisher der Fall ist", sagt Hundstorfer. Krankenhäuser und REHA-Einrichtungen sollen zunehmend auch Gesundheitsförderungseinrichtungen werden. Weiters müsse die Prävention gegen Mobbing, sexuelle Belästigung und Stress gesetzlich verankert werden: "Auch die psychische Gesundheit darf nicht vernachlässigt werden."

Zahl der vorzeitigen Alterspensionen geht zurück

Rechnet man alle Pensionen aus Gesundheitsgründen (Invaliditätspensionen und vorzeitige Alterspensionen wegen geminderter Erwerbsfähigkeit) zusammen, so ist von 2000 bis 2006 die Zahl der gesundheitsbedingten vorzeitigen Alterspensionen um mehr als 20.000 zurückgegangen.

Pensionsalter: Entscheidung muss bei Politik bleiben

Zu der von der WKÖ vorgeschlagenen "Nachhaltigkeit" des Pensionssystems sagt Hundstorfer: "Man kann das Pensionsantrittsalter nicht einfach an die Lebenserwartung koppeln. Da spielen viel mehr Faktoren mit, zum Beispiel die Erwerbsquote." Deshalb sei eine automatisierte oder nur auf Expertenkommissionen basierende Koppelung des Antrittsalters an andere Faktoren abzulehnen: "Die Entscheidung muss bei der Politik bleiben."(fk)

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