Karas: Mehr Klarheit und bessere Angebote bei Verbraucherkrediten

Positives Ergebnis, aber leider zu viel bürokratischer Aufwand

Straßburg, 16. Jänner 2008 (ÖVP-PD) "Die neue EU-Richtlinie für Verbraucherkredite bringt den Konsumenten mehr und bessere Information. Auf Basis vergleichbarer Informationen können die Verbraucher sich verlässlich für das beste Angebot entscheiden", sagte heute ÖVP-Europaklubobmann Mag. Othmar Karas im Anschluss an die Plenarabstimmung im Europäischen Parlament in Straßburg. "Die Gesamtkosten einer Kreditaufnahme müssen von jedem Anbieter klar dargestellt werden. Die Richtlinie führt eine standardisierte Methode zur Berechnung der Zinsen ein. Im Falle der Ablehnung eines Kreditantrages müssen die Gründe für die Ablehnung den Verbrauchern mitgeteilt werden. Die Kreditgeber müssen auch spezifische Regeln einhalten, die den Verbrauchern die vorzeitige Rückzahlung eines Kredits ermöglichen", begrüßte Karas die Fülle positiver Ergebnisse dieser Richtlinie. ****

Mit der Richtlinie, die heute in zweiter Lesung angenommen wurde, werden fünf Bereiche des Vertragsrechts für Verbraucherkredite vereinheitlicht: „Die vorvertragliche Informationen, wesentliche Vertragsinhalte, das Widerrufsrecht, die Berechnung des effektiven Zinssatzes und die vorzeitige Rückzahlung werden neu und einheitlich geregelt“, so Karas. "Diese Harmonisierung wird es den Verbrauchern erlauben, Kredit-Konditionen in verschiedenen Ländern einfacher zu vergleichen und beim grenzüberschreitenden Vertragsabschluss größere Rechtssicherheit zu haben. Immerhin verwenden zwei von drei Verbrauchern in der EU Verbraucherkredite zur Finanzierung privater Ankäufe wie Haushaltsgeräten oder PKWs. Grenzüberschreitende Kredite machen bei Privatkunden in den Euro-Ländern aber gerade einmal 1 Prozent des Kreditvolumens aus. Die Richtlinie öffnet also Banken und Verbrauchern gleichermaßen einen viel größeren Markt bei hoher Rechtssicherheit und Verbraucherschutzniveau", betonte der ÖVP-Europaparlamentarier.

Kritik gab es von Karas im Namen des ÖVP-Europaklubs aber an teils überbordenden Bestimmungen der Richtlinie. "Es droht die Gefahr einer Überbürokratisierung. Verbraucher werden mit zu vielen Informationen und Warnhinweise überfrachtet, die von den Banken jetzt verpflichtend aufgearbeitet und zur Verfügung gestellt werden müssen. Das gleiche Niveau an Verbraucherschutz hätte einfacher und effizienter erreicht werden können. Wir haben entsprechende Änderungen eingebracht, bei Sozialdemokraten und Liberalen aber leider keine Unterstützung gefunden. Dennoch ist diese Richtlinie ein guter Fortschritt für Verbraucher und Wirtschaft gleichermaßen", begründet Karas abschließend die Zustimmung der EVP-ED Fraktion und des ÖVP-Europaklubs.

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