Pröll vorsichtig optimistisch - Klimaschutzpolitik zeigt sowohl Erfolge, wie Defizite

2006 Rückgang der CO2-Emissionen um 2,2, Millionen Tonnen

Wien (OTS) - Laut der aktuellen Luftschadstoffinventur des Umweltbundesamtes sind die Treibhausgasemissionen in Österreich im Jahr 2006 gegenüber dem Jahr 2005 um 2,3 Prozent, das sind 2,2 Millionen Tonnen, zurückgegangen. "Die Zahlen zeigen, dass die bisher gesetzten Maßnahmen zur CO2-Reduktion in Österreich tatsächlich gegriffen haben", so Umweltminister Josef Pröll vorsichtig optimistisch. Gleichzeitig, so Pröll, sei aber auch der Handlungsbedarf mit einer Lücke von 11 Mio. Tonnen CO2-Äquivalent zum Kyoto Ziel unmißverständlich aufgezeigt. Er forderte dementsprechend eine rasche und konsequente Umsetzung der im Vorjahr beschlossenen Klimastrategie ein. Pröll: "Wenn alle, die für die Umsetzung der Klimastrategie Verantwortung tragen, ihr bestes geben, dann ist das Kyoto-Ziel zu erreichen."

Sorgenkinder Verkehr und Raumwärme

Der Verkehrssektor und der Bereich Raumwärme bleiben auch weiterhin die Sorgenkinder. "Hier müssen wir massiv auf Biokraftstoffbeimischungen und auf erneuerbare Energieträger wie Sonnenlicht und Biomasse setzen", betonte Pröll. Durch die Beimischung von Biokraftstoffen konnte 2006 im Vergleich zum Jahr 2005 der CO2-Ausstoß um 0,9 Mio. Tonnen verringert werden. Im Bereich Raumwärme ist ein Rückgang von 0,7 Mio. Tonnen erzielt worden, was jedoch vor allem auf den Rückgang der Heizgradtage durch den warmen Winter zurückgeführt wird. Hier braucht es noch weitere Maßnahmen, da diese Reduktion aller Voraussicht nach nicht nachhaltig ist.

Die Treibhausgasemissionen im Sektor Abfallwirtschaft sind vor allem durch die abnehmende Deponierung von unbehandeltem Abfall seit 1990 um 40 Prozent zurückgegangen. In der Landwirtschaft konnte seit 1990 ein Rückgang der Emissionen um 14 Prozent erreicht werden.

Klimastrategie muss umgesetzt werden

Österreich muss im Rahmen der völkerrechtlich verbindlichen Kyoto-Vorgaben die Emissionen an Treibhausgasen von 2008 bis 2012 um 13 Prozent gegenüber dem Niveau von 1990 reduzieren. Die Österreichische Klimastrategie setzt auf einen breit angelegten Maßnahmenmix und beruht im Wesentlichen auf den Säulen Industrie, Raumwärme, Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs sowie grünen Investitionen in Schwellen- bzw. Transformationsländern. Wichtig sind darüber hinaus die Forcierung Erneuerbarer Energien (Ökostrom), Energieeinsparungen und die Verbesserung der Energieeffizienz sowie die Forcierung von modernen Umwelttechnologien. Dazu müssen alle auf Bundes-, Landes- und Gemeindeebene ihren Beitrag leisten.

Anhänge zu dieser Meldung finden Sie als Verknüpfung im AOM/Original Text Service sowie beim Aufruf der Meldung im Volltext auf http://www.ots.at

Rückfragen & Kontakt:

Lebensministerium
Pressestelle
Tel.: (++43-1) 71100 DW 6703, DW 6823

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MLA0001