AK: Preisexplosion bei Sprit, Lebensmitteln und Mieten werden Konsumenten auch 2008 über Gebühr belasten

Arbeiterkammer fordert schnelle Maßnahmen gegen den Preistreiber Biosprit, eine Obergrenze für Mieten, und Steuerentlastungen für kleine und mittlere Einkommen

Wien (OTS) - Kampf den Preistreibern, vor allem bei Mieten,
Energie und Lebensmitteln. Der Dezember 2007 war der teuerste Monate seit langem. Und wenn sich nichts ändert, wird sich auch im Jänner die Preisschraube drehen", sagt die Leiterin des AK-Wirtschaftsbereiches, Maria Kubitschek. Besonders Fixkosten wie Miete, Heizung und Lebensmittel, denen die Konsumenten nicht ausweichen können, sind explodiert und belasten gerade Wenigverdiener überdurchschnittlich. Damit 2008 nicht ein weiteres Jahr der Preis-Explosionen wird, fordert die AK: Weg mit dem Preis-treiber Biosprit, Entlastung für Pendler, wirksame Obergrenzen für Mieten und weniger Steuern für kleine und mittlere Einkommen.

"Von einer Zunahme des Verbraucherpreisindex um 2,2 Prozent im Jahresdurchschnitt 2007 sollte man sich nicht täuschen lassen", so Kubitschek. Denn vor allem die Bereiche Wohnen, Energie- und Wasserversorgung sowie Ernährung mit 4,2 Prozent bzw. 4,1 Prozent weisen überdurchschnittliche Steigerungsraten auf. Gegenüber Dezember 2006 wurde beispielsweise Gebäck um 12,3 Prozent teurer, Spezialbrot um 9,6 Prozent, Weißbrot um 10,3 Prozent und Teigwaren um 17,9 Prozent. Ein Grund: Es wird weltweit weniger Getreide für Brot und Futtermittel angebaut, aber dafür mehr für Bio-Kraftstoffe. "Die verpflichtenden Beimischung von Biosprit muss abgeschafft werden", verlangt die AK. Die Förderung von Biosprit sollte EU-weit reformiert werden. "Denn dadurch entsteht ein zusätzlicher hausgemachter Druck auf die Preise, der vor allem Geringverdiener trifft", so Kubitschek.

Zwar gingen die Treibstoffpreise im ersten Halbjahr 2007 zunächst leicht zurück, zogen aber gegen Jahresende wieder kräftig an. 1 Liter Superbenzin kostetet im Dezember um 20,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Auch das Wohnen könnte bald zum unbezahlbaren Luxus werden. Laut der aktuellen Erhebung des Immobilienportals FindMyHome.at betragen die Mieten am privaten Wohnungsmarkt in Wien bereits 11,90 Euro pro Quadratmeter. Die Tendenz ist weiter steigend. Eine 60 Quadratmeter große Wohnung kostet demnach schon 714 Euro im Monat, für 80 Quadratmetern müssen 952 Euro pro Monat bezahlt werden. Diese hohen Mieten führen zu enormen Einkommensbelastungen. Durchschnittsverdiener müssen bereits 40 Prozent und mehr von ihrem Einkommen bloß für die Miete ausgeben. Die Arbeiterkammer verlangt deshalb eine klare Mietenbegrenzung um wieder zu leistbareren Mieten zu kommen.

Damit das Leben in Österreich bezahlbar bleibt, fordert die Arbeiterkammer:
+ Weg mit der verpflichtenden Beimischung von Biotreibstoffen zu Benzin und Diesel - die Förderung von Biosprit muss EU-weit reformiert werden. So könnte die Preisexpolsi-on bei den Lebensmittelpreisen erheblich gebremst werden.
+ Einführung einer klaren Mietobergrenze, damit das Wohnen bezahlbar bleibt. Damit auch die Heizkosten nicht überhand nehmen, muss die Wärmdämmung von Häusern und der Ausbau der Fernwärme besser gefördert werden.
+ Pendler müssen entlastet werden. Damit die Fahrt zum Arbeitsplatz trotz hoher Spritpreise bezahlbar bleibt, fordert die AK eine Umwandlung der Pendlerpauschale in einen Absetzbetrag mit Negativ-Steuerwirkung.
+ Steuern runter für kleinere und mittlere Einkommen, damit den ArbeitnehmerInnen trotz Inflation mehr im Börsel bleibt.

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