NEWS: ÖVP macht für Mehrheitswahlrecht mobil.

VP-Regierungsmanager und Umweltminister Josef Pröll im NEWS-Interview: "Ich bin ein Befürworter."

Wien (OTS) - Ihren Auftakt ins politische Neujahr in Gmunden nützt ÖVP-Perspektivenchef Minister Josef Pröll für einen offensiven Vorstoß, in seiner Partei offiziell die Diskussion zur Einführung des Mehrheitswahlrechts in Österreich zu eröffnen, erklärt er in der jüngsten Ausgabe des Nachrichtenmagazins NWS. Künftig soll der Wahlsieger, auch wenn er nur die relative Mehrheit erringt, die Hälfte aller Nationalratssitze plus einen zugeschlagen bekommen, um raschere, und komplikationslosere Alleinregierungen zu ermöglichen -zwecks Vermeidung weiterer sich gegenseitig blockierender Grossen Koalitionen.

Allerdings setzt die ÖVP anders als das krasse englische Modell auf ein doch "minderheitenfreundliches" Mehrheitswahlrecht, das die restlichen Nationalratsmandate wie bisher mittels Verhältniswahlrecht auf die übrigen Parteien verteilt, damit diese im Parlament weiter repräsentiert sind.

Pröll, der in der ÖVP massive Unterstützung von Wirtschaftsminister Martin Bartenstein hat: "Das Verhältniswahl-System, das wir jetzt haben, macht ja viele nicht glücklich, was die politische Entscheidungsfindung anlangt. Dies ist doch das Spannende, dass der Wähler mit seiner Entscheidung viel stärker eingreifen kann als das jetzt der Fall ist," so Pröll im Hinblick auf künftige Regierungsbildungen.

Während Minister Bartenstein das neue Wahlsystem "bei gutem Willen" schon für 2010 realisierbar hält, glaubt Pröll eher an einen Zeithorizont bis 2015.

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