ÖGB verlangt Lohnsteuersenkung

Hohe Inflation bedeutet Realeinkommensverlust. Preissteigerungen treffen ArbeitnehmerInnen besonders

Wien (ÖGB) - Mit 2,2 Prozent befindet sich die durchschnittliche Jahresinflationsrate im Jahr 2007 nach 1,5 Prozent im Jahr 2006 wieder auf dem Niveau von 2005 (2,3 Prozent). Im Jahresverlauf war ein rasanter Anstieg der Inflation zu beobachten. In der ersten Jahreshälfte lag die Rate im Durchschnitt noch unter 2 Prozent, im letzten Quartal 2007 waren jedoch Inflationsraten von über 3 Prozent zu beobachten. Der (vorläufige) Höhepunkt wurde im Dezember 2007 mit einer durchschnittlichen Steigerungsrate von 3,6 Prozent erreicht.++++

Der so genannte "Warenkorb" spiegelt die tatsächlichen Ausgaben aller ÖsterreicherInnen wider. Im Durchschnitt gibt ein ArbeitnehmerInnen-Haushalt rund 50 Prozent seines Einkommens für drei Ausgabengruppen aus:
- Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (inklusive Tabak und alkoholische Getränke)
- Wohnen, Wasser, Energie
- Verkehr

Essen, Wohnen und zur Arbeit fahren muss jede und jeder, aber gerade dafür steigen die Preise am kräftigsten an. Es gibt de facto keine Möglichkeit, auszuweichen: wohnen, essen etc. muss man. Und: Je geringer das Einkommen ist, desto mehr müssen ArbeitnehmerInnen genau für diese drei Bereiche von ihrem Einkommen ausgeben.

Dieser hohe Anstieg der Inflationsrate ist gleichbedeutend mit einem massiven Realeinkommensverlust der ArbeitnehmerInnen. Um diesen Realeinkommensrückgang wieder auszugleichen, fordert der Leiter des ÖGB-Referats für Volkswirtschaft, Georg Kovarik, eine spürbare Lohnsteuersenkung, die vor allem kleinen und mittleren Einkommen zugute kommen soll.

ÖGB, 16. Jänner 2008 Nr. 17

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