Unternehmen erwarten starke wirtschaftliche Impulse von EURO 2008

APA-Veranstaltung zu Chancen und Möglichkeiten der Fußball-EM

Wien (OTS) - Die Rolle der Fußball-Europameisterschaft EURO 2008 als Wirtschaftsfaktor und mediales Ereignis ist kaum zu überschätzen. Das war der Grundtenor einer Diskussionsveranstaltung der APA -Austria Presse Agentur am Dienstagabend in Wien. Belegt wird das auch durch eine interne Umfrage der Wirtschaftskammer: Demnach sind knapp 70 Prozent der heimischen Unternehmer überzeugt, dass von der EURO starke bis sehr starke wirtschaftliche Impulse ausgehen werden.

Das Ereignis entspreche medial der Wirkung von "31 Mal Super-Bowl im Fernsehen", sagte APA-Chefredakteur Michael Lang. Mit kumuliert rund 8 Milliarden Fernsehzusehern, 30.000 Stunden Übertragungszeit, rund 8.000 Medienvertretern und 1.500 Personen pro Spiel im Einsatz entspreche die Veranstaltung dem "Papst in Klagenfurt und Bush in Wien". Die APA werde dem Ereignis vom 7. bis 29. Juni 2008 rund 50 Prozent der redaktionellen Kapazitäten widmen. Täglich seien zur EURO 2008 rund 100 Meldungen, bis zu 300 Bilder und rund fünf Grafiken geplant.

Profitieren von dem drittgrößten Sportereignis der Welt werden vor allem Branchen wie der Tourismus - auf den 321 der insgesamt erwarteten 380 Mio. Euro Wertschöpfung entfallen -, Nahrungsmittel-und Getränkeindustrie, Werbung und Medien sowie das Baugewerbe, sagte der stellvertretende Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Reinhold Mitterlehner.

Damit Unternehmen nicht unwissentlich Markenrechtsverletzung begehen, bietet die Wirtschaftskammer rechtlichen Beistand an. Als Alternative zur Verwendung der geschützten Wort-Bild-Marken zur EURO 2008 hat die Kammer das frei verwendbare Maskottchen "Euphorio" entwickelt.

Angesichts steigender Nachfrage bei gleichbleibendem Angebot sei bei der EURO 2008 mit temporären Preissteigerungen zu rechnen, sagte Anna Kleissner, stellvertretende Geschäftsführerin von SportsEconAustria. Überzogene Erhöhungen würden von den Kunden allerdings mit Boykott bestraft - bei der WM in Deutschland seien Hotels in München auf bis zu 200 Prozent teureren Hotelzimmern sitzen geblieben. Danach würden die Preise wieder abflachen, wenn auch voraussichtlich nicht ganz auf das Niveau vor der EM zurückgehen, so Mitterlehner.

Der WKÖ-Umfrage zufolge erwarten mehr als 60 Prozent der befragten Unternehmen, dass sich durch die EM das Image des Wirtschaftsstandorts Österreich verbessern wird. 6,5 Prozent der Unternehmer planen zusätzliche Investitionen im Hinblick auf die EURO 2008, knapp 15 Prozent eine Ausweitung des Produktsortiments oder ihrer Dienstleistungen.

Laut einer Studie von SportEconAustria soll die EURO 2008 das BIP-Wachstum um 0,15 Prozent steigern, knapp 6.000 Arbeitsplätze schaffen und zwischen 19 und 27 Mio. Euro zusätzlicher Mehrwertsteuer-Einnahmen kreieren.

Österreich stehe vor Beginn der EURO 2008 besser da als Deutschland vor der Weltmeisterschaft 2006, erklärte "Österreich am Ball"-Geschäftsführer Heinz Palme. In Deutschland sei Monate vor der WM eine große Diskussion über die Sicherheitstauglichkeit der Stadion ausgebrochen, der nahtlos eine Debatte über den katastrophalen Zustand der deutschen National-Elf gefolgt sei.

Drei der vier Diskussionsteilnehmer sahen übrigens Deutschland als Europameister, nur Mitterlehner tippte auf Italien.

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