Kadenbach: Gebietskrankenkassen leisten gute Arbeit

Keine kurzfristigen Maßnahmen sondern echte Gesamtlösungen sind notwendig

St. Pölten, (SPI) - Die finanzielle Situation der Krankenkassen sorgt derzeit für viel Diskussionsstoff. "Das österreichische Sozialversicherungswesen und die österreichische Gesundheitsversorgung erhalten weltweit beste Zeugnisse. Die österreichischen Krankenkassen haben bisher immer gute Arbeit geleistet. Besonderes die NÖGKK galt im Reigen der Sozialversicherungsträger immer als sehr maßvolle Versicherungsanstalt", so NÖ Gesundheitslandesrätin Karin Kadenbach. Die finanzielle Situation einiger Krankenkassen ist derzeit tatsächlich äußerst angespannt. Man darf aber nicht außer Acht lassen, dass in der Vergangenheit den Krankenkassen immer mehr Leistungen aufgebürdet wurden, die ursprünglich nicht zu ihrem Aufgabengebiet zählten, wie etwa Zahlungen aus der Arbeitslose oder dem Wohngeld. Dazu komm noch, dass durch die Herauslösung der Vertragsbediensteten aus dem Versicherungsverhältnis mit der GKK und der Verschiebung hin zur Beamtenversicherung große Beitragsleistungen nicht mehr zur Verfügung stehen.****

Die Effekte der gesetzlichen Maßnahmen aus der Vergangenheit durch Vorsteuerunterdeckung, Arbeitslose-Unterdeckung, Wochengeld-Unterdeckung, Spitalsfinanzierung und den Verlust der Beiträge der Vertragsbediensteten schlagen bei der NÖGKK mit insgesamt 78 Millionen Euro Minus zu Buche. "Die NÖGKK leistet hervorragende Arbeit. Auch die Verwaltungskosten sind extrem niedrig und belaufen sich auf unter 2,2 Prozent der gesamten Aufwendungen. Im Vergleich dazu liegen die Verwaltungskosten der Kassen in Deutschland bei 5,7 Prozent und in der Schweiz sogar bei 9 Prozent. Es kann also keine Rede davon sein, dass die Gebietskrankenkasse ihr Defizit selbst verursacht habe", so Kadenbach. Die Niederösterreichische Gebietskrankenkasse ist zudem in einer besonderen Situation. Viele NiederösterreicherInnen pendeln nach Wien und zahlen auch dort ihre Krankenversicherungsbeiträge. Nach der Pensionierung allerdings beziehen sie ihre Leistungen in Niederösterreich.

"Kurzfristige Einsparungsmöglichkeiten sind im Bereich der NÖGKK sicher nicht gegeben, da hier wirklich vorbildlich gearbeitet wird. Natürlich kann über langfristige Strukturmaßnahmen im System insgesamt nachgedacht werden. Diese dürfen sich aber weder zu Lasten der PatientInnen noch der Beschäftigten der Krankenkassen auswirken. Vielmehr ist es notwendig, dass die gesetzlichen Rahmenbedingungen die soziale Krankenversicherung in Österreich in die Lage versetzen, die Kosten für das Gesundheitswesen zur Gänze abzudecken. Es ist nicht mit irgendwelchen Zuschüssen getan, sondern es müssen langfristige und tragfähige Lösungen erarbeitet werden. Ich hoffe sehr, dass die Gespräche auf höchster Ebene eine echte Gesamtlösung im Interesse der Menschen bringen", so Kadenbach abschließend. (Schluss) kr

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