BV Reichard zum Hauptbahnhof: "Stadtrat Schicker betreibt einen Eiertanz"

Rückzug aus Jury gefährdet ganzes Projekt Hauptbahnhof

Wien (OTS) - Scharfe Kritik am Ausstieg von Planungsstadtrat Schicker aus der Hauptbahnhof-Jury übt die Bezirksvorsteherin des vierten Bezirks, Susanne Reichard. "Das, was der Herr Planungsstadtrat da betreibt, ist ein Eiertanz par execellence. An welchen Vorgaben sollen sich die Bezirke nun orientieren wenn das ganze Projekt in Schwebe ist", fragt sich die Bezirksvorsteherin.

Schicker war bei entscheidender Jurysitzung formal vertreten!

Und Reichard weiters: "Schicker hat sich nicht wie behauptet zum Beginn der Jurysitzung zurückgezogen. Er hat sich in der entscheidenden Jurysitzung am Montag und Dienstag vertreten lassen. Das hat er getan, obwohl bereits seit längerem bekannt war, dass es juristische Probleme mit der Ausschreibung gibt und es zu einer Prüfung beim Bundesvergabe kommen könnte! " Unnötiges Chaos durch Schicker

Reichard kritisiert weiters, dass Schicker mit seinem jetzigen Vorgehen die betroffenen Bezirke und seine eigenen Beamten in ein "unnötiges Chaos" hineinzieht. "Er selbst putzt sich ab, als er merkt, dass es Probleme geben könnte. So ein Verhalten ist eines Stadtrates unwürdig ", so Reichard weiter.

Projekt könnte weit zurückgeworfen werden

Der Rückzug Schickers aus der Jury könnte Reichards Einschätzung nach die Realisierung des Projektes weit zurückwerfen. "Der Südtiroler Platz und der Südbahnhof sind derzeit ein einziger Zustand. Der neue Hauptbahnhof ist eine einmalige infrastrukturelle und städtebauliche Chance für Wien und die umliegenden Bezirke. "Aber anstatt diese Lösung voranzutreiben, betreibt der Herr Stadtrat ein doppelbödiges Spiel. Wenn ihm das Projekt Hauptbahnhof als zuständiger Planungsstadtrat egal ist, dann soll er es offen sagen und seine Konsequenzen daraus ziehen", hält sie dazu fest.

Runder Tisch erforderlich

Abschließend fordert Reichard die Einberufung eines Runden Tisches zum Hauptbahnhof. "Statt die Jury zu verlassen, soll Stadtrat Schicker einen runden Tisch zum Hauptbahnhof einberufen und mit all jenen eine Lösung verhandeln, die dem jetzigen Projekt skeptisch gegenüber stehen. Der jetzige Zustand, der Südbahnhof genannt wird, muss endlich ein Ende haben", meint sie abschließend dazu.

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