Neue "KÄRNTNER TAGESZEITUNG" - Kommentar: Anrufung der Experten (von Claudia Grabner)

Ausgabe 16. Jänner 2008

Klagenfurt (OTS) - Man mag sie ja nicht so gerne - die diversen Expertenkommissionen. Jene Profis, die immer dann angefordert, eingesetzt, beauftragt werden, wenn die Regierungsverantwortlichen nicht mehr weiterwissen (respektive nicht mehr weiterwollen). Sie sind zur Stelle - um dann samt und sonders der Sache, die die Politik nicht kann (will), gleich wieder abzutauchen ...
Und dennoch: Der vernünftige Österreicher sollte sich heute nichts sehnlicher wünschen als die Anrufung der Experten. Auch deshalb, weil es die Politik nicht tut. Das sollte Zeichen genug sein. Es geht um die Steuerreform 2010. Um den großen Wurf, der Sinn machen sollte. Der ganzheitlich ist. Kein Stückelwerk. Das bestehende Strukturdefizit ist vermurkst genug. Da gilt der Arbeitnehmer mit einem Jahresbrutto von 51.000 Euro als gleich reich wie der Multimillionär. Da unterliegt der Kleinverdiener mit 11.000 Euro Jahresgage einem Steuersatz von 38,3 Prozent. Und schon die Spatzen zwitschern vom Dach, dass es sich als Reicher in Österreich reichlich leben lässt.

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