Hauptbahnhof Wien: Rechtskonforme Ausschreibung unverzichtbar

Planungen für den Hauptbahnhof selbst nicht gefährdet

Wien (OTS) - Es ist festzuhalten, dass das
Infrastrukturbauvorhaben Hauptbahnhof Wien vom jetzt ausgeschriebenen Architektenwettbewerb für die "BahnhofCity" zu trennen ist. Der derzeit aufgeflammte Streit über die Vergabe des Wettbewerbs betrifft Büro und Geschäftsgebäude und nicht den Hauptbahnhof selbst.

Das Projekt Hauptbahnhof Wien ist als verkehrstechnisches Projekt weitgehend fertig gestellt. Demnächst werden die Unterlagen für die Umweltverträglichkeitsprüfung eingereicht. Die Planungen für den Hauptbahnhof sind damit nicht gefährdet.

Die BahnhofsCity besteht aus vielen Einzelprojekten. Eines davon betrifft jenes, für das derzeit der Architektenwettbewerb läuft.

Auslober des Architektenwettbewerbes sind die ÖBB. Bei Konstituierung der Jury hat Georg Pendl, Präsident der Bundeskammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten, die Rechtmäßigkeit des Verfahrens in Hinblick auf das Bundesvergabegesetz hinterfragt. Die ÖBB haben zum damaligen Zeitpunkt eine durch Gutachten belegte Argumentationskette vorgelegt, welche den Start des Verfahrens für alle Jurymitglieder (einschließlich Präsident Pendl) sinnvoll erscheinen ließ.

Stadtrat Schicker hat sich zu dem Zeitpunkt aus der Jury zurückgezogen, als erkennbar wurde, dass eine abschließende Klärung der rechtlichen Situation und deren Folgen bis zum Beginn der eigentlichen Jurysitzung nicht vorgelegt werden kann.

Die Expert/innen der Stadt Wien haben selbstverständlich an der Jury teilgenommen. Damit können die wesentlichen Anforderungen der Stadt Wien an die neue BahnhofCity sichergestellt werden:

o qualitativ höchstwertige Gestaltung der Objekte unter bauökologischen Gesichtspunkten o international bemerkenswerte Architektur unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen des Weltkulturerbes Belvedere und o Konformität des Bauvorhabens mit den vorhandenen Flächenwidmungs- und Bebauungsbestimmungen

Die Stadt Wien anerkennt die hervorragende Qualität der eingereichten Projekte. Es wird jedoch nicht verhehlt, dass bei für die Stadt und für ganz Österreich dermaßen sensiblen Projekten eine rechtskonforme Abwicklung durch den Auslober selbstverständlich zu sein hat. Dies wird vom Vergabekontrollsenat zu klären sein. (Schluss) lay

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