Rosenkranz: Dank Schengenöffnung sind Statistiken für 2007 nur die Ruhe vor dem Ansturm!

FPÖ sieht im Eigenlob Günther Platters über rückläufige Asylanträge und Schlepperkriminalität gefährliche Verzerrung der Tatsachen

Wien (OTS) - "Wenn Innenminister Platter stolz verkündet, dass die Zahl der Asylanträge rückläufig sei und auch die Schlepperkriminalität zurückginge, hat er offenbar den 21. Dezember 2007 vergessen", kritisiert FPÖ-Sicherheitssprecherin NAbg Barbara Rosenkranz. "Wenn sich Personen zur illegalen Einreise nach Österreich entschlossen haben und wissen, dass am 21. Dezember die Grenzkontrollen fallen, werden sie natürlich dieses Datum abwarten, um sich den horrenden Schmuggellohn für organisierte Schlepperbanden zu ersparen."

Günther Platter sei deshalb auf dem Holzweg, wenn er meine, das österreichische Fremdenrechtspaket könne illegale Zuwanderung dauerhaft unterbinden. "Wir werden uns die Statistiken des Jahres 2008 sehr genau ansehen", betont Rosenkranz. "Erst anhand dieser Zahlen wird man Rückschlüsse auf das tatsächliche Geschehen ziehen können. Wobei von vornherein darauf hingewiesen werden muss, dass der volle Umfang illegaler Einreise nach der überstürzten Schengen-Erweiterung kaum zu erheben sein wird", führt Rosenkranz weiter aus. "Da das Bundesheer im Zuge der Grenzraumüberwachung ohne Aufgriffsrecht im Wald patrouilliert, während Schlepper und ihre Kundschaft ungehindert über die schrankenlosen Straßen einreisen, wird illegale Einreise künftig kaum noch zu enttarnen sein. Sinkende Aufgriffszahlen bedeuten deshalb nicht weniger illegale Einreise."

Ein Innenminister, der angesichts der angebrochenen Tage der offenen Grenzbalken verkünde, die Zuwanderung pendle sich jetzt ein, täusche die Bevölkerung, befindet die freiheitliche Sicherheitssprecherin. "Was die Zahl der Asylwerber betrifft, ist überdies festzuhalten, dass Österreich gemessen an seiner Bevölkerungszahl ein Vielfaches aller anderen westlichen Staaten, inklusive Deutschlands und der USA, aufnimmt und auf Steuerzahlerkosten zu betreuen hat. So entsprächen den 2007 in Deutschland gestellten 19.164 Asylanträgen rund 1.900 in Österreich gestellte. Tatsächlich waren es aber 11.879. Und dass die vom Innenminister vorgegaukelte heile Welt Lichtjahre an der Realität vorbeigeht, die die Österreicher tagtäglich zu ertragen haben, beweisen nicht nur die jüngsten Zeitungsberichte über schockierende Gewalttaten illegal in Österreich aufhältiger, tschetschenischer Asylwerber. Der Asylmissbrauch wird sich mit der unverantwortlichen Schengenerweiterung dramatisch ausweiten. Das Jahr 2007 ist das letzte Jahr der Ruhe vor dem Ansturm illegaler Grenzgänger", betont Rosenkranz abschließend.

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