Duale Ausbildung als Erfolgsmodell behauptet: Lehre in Salzburg auch 2007 im Aufschwung

Lehrlingsbilanz 2007: 10.695 Lehrlinge in Salzburger Betrieben - Steigerung um 2,9% - Fast 4% mehr Lehrlinge im 1. Lehrjahr

Salzburg (OTS) - "Auch 2007 war für die duale Ausbildung ein Spitzenjahr", betonte WKS-Direktor Dr. Johann Bachleitner am Dienstag in einem gemeinsamen Pressegespräch mit AK-Präsident Siegfried Pichler und Siegfried Steinlechner, Landesgeschäftsführer des AMS Salzburg.
Mit einem Gesamtzuwachs an Lehrlingen von 2,9% auf insgesamt 10.695 Lehrlinge im Bundesland Salzburg bilden Salzburgs Betriebe wieder so viele Lehrlinge aus wie im Jahr 1990. Mit dem fast dreiprozentigen Lehrstellenplus ist seit 2002 ein ununterbrochenes Anwachsen an Lehrstellen in Salzburg zu verzeichnen - die Lehre ist im Aufschwung! Auch österreichweit wurde eine durchschnittliche Steigerung von 2,9% erreicht.
"Wieder ist es auch 2007 gelungen, noch mehr Jugendliche vom Wert der Lehrlingsausbildung zu überzeugen", zieht Bachleitner Bilanz über ein wichtiges Teilsegment des Salzburger Arbeitsmarktes: Im Vorjahr ist die Zahl der Lehranfänger sogar um 3,9% auf 3.412 Lehrlinge im 1. Lehrjahr angestiegen.
Salzburg hat damit nach Wien (+5,85%) die zweithöchste Steigerungsrate erzielt. 51% aller Salzburger Schulabgänger wählten damit 2007 die duale Ausbildung als ihren Bildungsweg. Der österreichische Mittelwert beträgt 41%. Salzburg ist damit nach wie vor das "Land der Lehre".
Der Direktor der WKS führt den nachhaltigen Aufschwung am Salzburger Lehrstellensektor (und auch in Österreich) auf mehrere Ursachen zurück:
- So bieten immer mehr Salzburger Betriebe Lehrstellen an, wodurch der Lehrstellenmarkt insgesamt attraktiver wird. "Die Zahlen beweisen, dass die Wirtschaft auf der Suche nach Fachkräften mehr denn je auf die Lehre setzt", freut sich Bachleitner über den Erfolg langjähriger Bemühungen der WKS. Derzeit bilden insgesamt 3.578 Salzburger Betriebe Lehrlinge aus, womit sich gegenüber 2006 erneut um ein Prozent mehr Unternehmen Lehrlinge ausbilden.
Allerdings blieben zum Stichtag Ende Dezember auch 456 Stellen (plus 11,5%) unbesetzt, wobei beim AMS Salzburg Ende Dezember 216 Lehrstellensuchende vermerkt waren
(-10,7%). Damit ergab sich auch im Vorjahr ein deutlicher Überhang an offenen Lehrstellen.
- Eine weitere Ursache für den Aufschwung der Lehre sieht Bachleitner in den richtigen Reformschritten, die für den Bildungsweg Lehre gesetzt wurden: "Für immer mehr Jugendliche wird die Lehre zur Ausbildungsalternative, weil sie sehen, dass die Lehre keine 'Sackgasse' darstellt, sondern vielmehr im Wege der Berufsmatura oder anderer weiterer Bildungswege die beste Basis für tolle Karrieren darstellt."
- Gleichzeitig signalisieren mehr denn je Politik und die Sozialpartner, wie wichtig die duale Ausbildung ist, wie das jüngste Sozialpartnerabkommen "Chance Bildung" zeigt. Dadurch kommt es nun im Jahr 2008 zu einer substanziellen Weiterentwicklung der Lehrlingsförderung, die noch punktgenauer für die Betriebe eingesetzt werden kann. "Ich erwarte mir davon einen weiteren Schub für die Lehre", so Bachleitner, der sich auch darüber freut, dass die Lehrlingsstellen der Wirtschaftskammern hier eine noch stärkere Verantwortung übernehmen werden: "Die Lehrlingsstelle der WKS wird zum Kompetenzzentrum für die Lehre ausgebaut und wird auch die Abwicklung der neuen Förderungen übernehmen."
Neuer Lehrstellenberater für den Pinzgau
Dass die Lehre in der Salzburger Wirtschaft einen so hohen Stellenwert genießt, ist auch auf die Arbeit der "Lehrstellenberater" der Wirtschaftskammer Salzburg zurückzuführen. Das Modell wurde 1997 von der WK Salzburg entwickelt und im Jahr 2004 von allen österreichischen Wirtschaftskammern übernommen. Allein im vergangenen Jahr hat der in Salzburg aktive Lehrstellenberater, Werner Fuchs, 460 Betriebe zur Lehrlingsausbildung beraten, woraus 160 Lehrlingsaufnahmen resultiert sind. "Die hohe Erfolgsquote bestätigt einmal mehr die Richtigkeit dieses Konzepts. Die Wirtschaftskammer Salzburg betreibt mit dem Lehrstellenberater aktive Arbeitsmarktpolitik, die bei den Betrieben bestens ankommt", betont WKS-Direktor Bachleitner. Seit kurzem hat mit Josef Löcker aus Saalfelden ein zweiter Lehrstellenberater seine Tätigkeit aufgenommen. Er wird schwerpunktmäßig die Betriebe in Innergebirg (Pongau, Pinzgau, Lungau) betreuen. Fuchs ist für die Stadt Salzburg sowie den Flach- und Tennengau zuständig.
Die Tätigkeit des Lehrplatzentwicklers umfasst:
- Information und Beratung von potenziellen Ausbildungsbetrieben
- Information über den betrieblichen Nutzen der Lehrlingsausbildung - Möglichkeiten der Förderung
- Erstinformation über Berufsbilder
- Klärung rechtlicher und bürokratischer Fragen
- Kontaktstelle zu AMS und WKS-Lehrlingsstelle
Der Lehrstellenberater wird gemeinsam von Bund, Land und Wirtschaftskammer finanziert.

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Salzburg
Presseabteilung
Tel.: 0662/8888 DW 345
salzburger-wirtschaft@wks.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | WKS0001