Geschichte erlesen: NachRichten 1938-1945

70 Jahre nach dem "Anschluss": Faksimile-Drucke von Zeitungen geben Einblicke in die Medienberichterstattung einer der entscheidenden Epochen Österreichs

Wien (OTS) - Das britische Verlagshaus Albertas Limited lanciert
mit 16. Jänner ein bisher einzigartiges Projekt: Im Gedenkjahr 2008 -70 Jahre nach dem "Anschluss" Österreichs an Hitlerdeutschland -werden mit der Unterstützung namhafter Experten aus Zeit- und Mediengeschichte Zeitungsnachdrucke aus der Zeit vom "Anschluss" im März 1938 bis zur Befreiung durch die Alliierten im Mai 1945 publiziert. Jede Ausgabe der 52-teiligen Sammelhefte-Edition bietet neben Reproduktionen zweier Originalausgaben ausführliche Analysen und Hintergrundberichte österreichischer Experten. Somit bietet das Projekt NachRichten erstmals die Gelegenheit, einen fundierten Blick auf die Medienlandschaft der Zeit von 1938 bis 1945 zu werfen.

"Im Jahr 2008 jährt sich der Anschluss zum siebzigsten Mal und wird sicher eine öffentliche Diskussion mit sich bringen", sagt der wissenschaftliche Leiter des Projekts, Fritz Hausjell vom Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien. "NachRichten kann möglicherweise eine offenere und sachkundigere Diskussion bewirken und bietet eine zusätzliche Möglichkeit, Zeitgeschichte besser zu verstehen und aus ihr zu lernen."

NachRichten wird Publikationen aus Wien, den Bundesländern und der im Exil lebenden Österreicher, Schriften aus anderen deutschsprachigen Ländern sowie Dokumente aus dem Widerstand beinhalten. Die Zeitungen wurden anhand der Kriterien örtlicher Bezug, Relevanz, historische Bedeutung, Inhalt und Erscheinungsbild ausgewählt. Um den authentischen Charakter der Ausgaben zu unterstreichen, wird die historische Erscheinungsweise der Zeitungen beibehalten.

"Ich bin dem ernsthaften und seriösen Ansatz des Projektes verpflichtet", unterstreicht Peter McGee, Leiter des Albertas-Verlages und NachRichten-Herausgeber. "Deshalb war es mir wichtig, führende Experten für Zeitgeschichte und Kommunikation im Team zu haben. Darüber hinaus werden wir von einer beachtlichen Zahl renommierter Organisationen und Persönlichkeiten unterstützt".

Albertas kooperiert in diesem Projekt mit der Österreichischen Nationalbibliothek, dem Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands (DÖW) und den Instituten für Zeitgeschichte sowie Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien.

Achtes Projekt des britischen Verlagshauses

Das Verlagshaus hat ähnliche Projekte bereits in Belgien (Flandern), den Niederlanden, Dänemark, Norwegen, Finnland, Griechenland und Spanien durchgeführt, wobei immer ein Projekt pro Jahr und Land umgesetzt wurde. Außerdem hat McGee auch Sammlungen für die Themenbereiche "Masters of Art" und "Masters of Music" herausgegeben.

Breites Expertenteam

NachRichten, das auch von einer großen Anzahl österreichischer Meinungsbildner unterstützt wird, beinhaltet in den wöchentlichen Ausgaben Analysen von einigen der bedeutendsten Fachgrößen aus Zeit-und Mediengeschichte.

"Wir haben die besten Köpfe in diesem Bereich ins Boot geholt. Sie werden die Themen dieser Zeit in für eine breite Öffentlichkeit verständlicher Form aufbereiten und zurechtrücken", so Fritz Hausjell.

Neben Ao. Univ.-Prof. Dr. Fritz Hausjell vom Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien und Mag. Sandra Paweronschitz (Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien und Ludwig Boltzmann Institut für Historische Sozialwissenschaft), die Redaktion und Koordination inne hat, sind folgende Personen im Team vertreten: Univ.-Doz. Dr. Brigitte Bailer-Galanda (Wissenschaftliche Leiterin des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstands); Univ.-Prof. Dr. Gerhard Botz (Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien und Ludwig Boltzmann Institut für Historische Sozialwissenschaft); Ao. Univ.-Prof. Dr. Helga Embacher (Fachbereich für Geschichte der Universität Salzburg); Univ.-Prof. Dr. Gabriella Hauch (Vorständin des Instituts für Frauen- und Geschlechterforschung der Johannes Kepler Universität Linz); Univ.-Prof. DDr. Oliver Rathkolb (Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien und LBI für Europäische Geschichte und Öffentlichkeit); Hofrat Univ.-Doz. Dr. Erwin A. Schmidl (Landesverteidigungsakademie/Institut für Strategie & Sicherheitspolitik) und Univ.-Prof. Dr. Rolf Steininger (Vorstand des Instituts für Zeitgeschichte der Leopold-Franzens Universität Innsbruck).

52 Ausgaben in Trafiken und als Abonnement erhältlich

Die 52 Ausgaben von NachRichten werden zum Einzelverkaufspreis von EUR 3,90 pro Ausgabe oder EUR 3,30 im Abonnement angeboten. Die Zeitungen werden in ihrem Inhalt die chronologische Reihenfolge beibehalten. Die erste Ausgabe befasst sich mit den
Ereignissen im März 1938, die letzte Ausgabe wird mit der Befreiung durch die Aliierten im Mai 1945 enden.

NachRichten ist österreichweit in über 8.000 Trafiken erhältlich. Abo-Bestellungen sind über die Telefonnummer 0800-22 21 20 (Mo.-Fr. 9.00 - 17.00 Uhr) oder über die Homepage www.nach-richten.at möglich.

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