Rübig: Globale Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Automobilindustrie sichern

12 Millionen Arbeitsplätze brauchen Sicherheit

Straßburg, 15. Januar 2008 (ÖVP-PD) "19 Millionen Autos werden jedes Jahr in der EU hergestellt, rund ein Drittel der weltweiten Produktion. Zwei Millionen Arbeitnehmer sind direkt in der KfZ-Produktion beschäftigt, weitere 10 Millionen bei Zulieferern und im Handel, in Großunternehmen und KMUs. Damit ist der Automobilsektor ein Schlüsselfaktor für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung Europas. Die Europäische Union muss alles dafür tun, damit die globale Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Automobilindustrie gefördert wird", sagte heute der industriepolitische Sprecher des ÖVP-Europaklubs, Dr. Paul Rübig, in Straßburg. "In der hochrangigen Expertengruppe CARS21 haben Vertreter der Mitgliedstaaten, des Europaparlaments und der Automobilbranche klare und zukunftsweisende Konzepte entwickelt. Es geht nicht um mehr Regelungen, sondern um bessere Bedingungen. Die Automobilindustrie muss Rechts- und Planungssicherheit haben, um erfolgreich arbeiten zu können", betonte Rübig. ****

In seiner heutigen Entschließung drängt das Europäische Parlament auch auf realistische Vorgaben bei den CO2-Grenzwerten für Pkw, eine Abstufung nach Gewichtsklassen und einen fairen Zeitplan. "Wir halten das durchschnittliche Ziel eines Ausstoßes von 125g CO2 pro Kilometer für PKW bis 2015 für erreichbar. Das von der Kommission vorgeschlagene Startdatum 2012 ist zu früh und würde nur der Konkurrenz außerhalb Europas zu Gute kommen", sagte Rübig.

Bereits heute ist der Automobilsektor mit rund 80 EU-Richtlinien und 115 UN/ECE-Regelungen einer der am stärksten regulierten Sektoren der EU. "Die größte Herausforderung für die europäische Automobilindustrie ist nicht so sehr die Sicherung der Technologieführerschaft durch die Entwicklung moderner Techniken. Die Automobilindustrie muss vielmehr immer mehr Ressourcen dafür aufwenden, trotz der steten Flut neuer Vorschriften ihre globale Wettbewerbsfähigkeit beizubehalten und zu verbessern. Energieeffizienz, verringert CO2-Ausstoß und eine ausgereifte Technik verlangen Milliardeninvestitionen. Die Europäische Union muss sich dabei der Herausforderung stellen, mehr Wettbewerbsfähigkeit mit den Notwendigkeiten der Kyoto-Ziele zu vereinen", forderte Rübig.

Notwendig sei daher ein integrierter Ansatz, der nicht allein auf Verbesserungen der Motorentechnologie bauen dürfe. "Ergänzende Maßnahmen können weitere Emissionssenkungen um bis zu 10 g CO2/km bewirken. Dazu zählen beispielsweise effizientere Reifen und Klimaanlagen, die schrittweise Senkung des Kohlenstoffgehalts der Kraftstoffe, der verstärkte Einsatz von Biokraftstoffen oder auch der Einsatz moderner Telematik in der Steuerung der Verkehrsströme. Es braucht ein Rundum-Paket, das den Klimaschutz ebenso in den Mittelpunkt stellt wie die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie. Ökologie darf nicht gegen Ökonomie ausgespielt werden, der Mittelweg ist der richtige Weg", so Rübig abschließend.

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