Gradauer: FPÖ gegen Anhebung der Energie- und Vermögenssteuer

Dafür Lohnnebenkosten und Bürokratiekosten senken

Wien (OTS) - "Bundeskanzler Gusenbauer will den Österreichern wieder mal tiefer in die Tasche greifen und mit Steuererhöhungen belasten, anstatt zu entlasten. Das ist nicht notwendig, der Staat muss nur bei sich selbst sparen und endlich die lange fällige Verwaltungs- und Bürokratiereform anpacken. Damit geht sich leicht eine massive Steuerentlastung, ohne Gegenfinanzierung aus." Dies stellte heute der FPÖ-Landesparteiobmann-Stellvertreter und Budgetsprecher des FPö-Parlamentsklubs, NAbg. KommRat Alois Gradauer, fest.

Der Faktor Arbeit sei in Österreich mit zu hohen Abgaben belastet. "Die Abgabenbelastung des Faktors Arbeit - ohne Einkommensteuer -beträgt in Österreich 17,5 Prozent des BIP und liegt somit um 4 Prozent über dem EU-Durchschnitt. Das ist ein Hemmschuh für unsere Wirtschaftsbetriebe und führt zu einem verstärkten Ausweichen in die Schwarzarbeit", betonte Gradauer.

Als Sofortmaßnahme - ohne nennenswerte Budgetbelastung - fordert Gradauer die Senkung der Beiträge zur Allgemeinen Unfallversicherung um zehn Prozent und des Insolvenzentgeltsicherungsfond auf 0,4 Prozent. "Der Arbeitgeber bezahlt für jeden Arbeitnehmer derzeit 1,4 Prozent der Lohnsumme als Versicherung. Die AUVA erwirtschaftet dabei einen satten Überschuss der unsere Forderung nach einer Senkung des AUVA-Beitrages um 10 Prozent rechtfertigt. Auch der Insolvenzentgeltsicherungsfond bilanziert regelmäßig einen Überschuss, der vom Finanzminister gerne zum Stopfen von Budgetlöchern zweckentfremdet wird", kritisierte der freiheitliche Budgetsprecher.

"Eine Studie der Weltbank besagt, dass in Österreich ein mittleres Unternehmen 272 Stunden braucht, um seine Steuern vorzubereiten, zu berechnen und zu bezahlen. Österreich ist in Sachen Bürokratie Spitzenreiter in der EU", so Gradauer. Die Senkung der Bürokratie-und Verwaltungskosten um 25 Prozent würde zu einer Steigerung des BIP um 1,8 Prozent führen. "Das sind sage und schreibe 4,6 Mrd. Euro", so Gradauer abschließend.

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