Graz: Internationale Biomassekonferenz total ausgebucht

Anmeldungen wegen des starken Andrangs bereits gestoppt

Graz (OTS) - Morgen, Mittwoch, startet die Mitteleuropäische Biomassekonferenz in Graz mit Besichtigungstouren zu steirischen Bioenergie-Vorzeigeprojekten. Am Donnerstag beginnen dann erste hochkarätige Vorträge. Knapp 1.000 Bioenergie-Experten aus 50 Staaten treffen einander vom 16. bis 19.01. bei diesem Biomasse-Gipfel. Die Anmeldungen der Teilnehmer mussten wegen des starken Andrangs bereits gestoppt werden, berichtet Winfried Eberl, Direktor der Landwirtschaftskammer Steiermark. "Ich freue mich über das weltweite Interesse an der Konferenz", ergänzt Heinz Kopetz, Präsident des Europäischen und Österreichischen Biomasse-Verbandes.

Viele Teilnehmer kommen neben Österreich aus Deutschland, Polen, Ungarn, China, Italien und Finnland. Neben anderen mittel-, süd- und osteuropäischen Staaten sind aber auch Länder wie Indien, USA, Kanada, Brasilien und verschiedene afrikanische Staaten wie Nigeria, Ägypten, Ghana, Kamerun, Somalia und Sudan vertreten. Übersetzt werden die Vorträge in fünf Sprachen: deutsch, englisch, ungarisch, polnisch und italienisch.

Entwicklungsschub für Biowärme, Biostrom und Ökotreibstoffe

"Die viertägige Biomassekonferenz soll in Europa - insbesondere auch in den neuen Mitgliedstaaten - einen nachhaltigen Entwicklungsschub bei Biowärme, Ökostrom und Biotreibstoffen bringen", erläutern Eberl und Kopetz. Hochkarätig sind auch die Referenten: Christopher Flavin vom Worldwatch Institute/USA, Wang Xiaokang von der Chinesischen Agentur für die Entwicklung erneuerbarer Energie, weiters Josef Schmidhuber von der FAO in Rom sowie Ottmar Edenhofer vom Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung zählen zu den Vortragenden.

"China hat einen unvorstellbaren Energiehunger und setzt neuerdings massiv auf erneuerbare Energieträger. Deshalb kommt auch eine hochrangige 17-köpfige Regierungs- und Wirtschaftsdelegation zur Mitteleuropäischen Biomassekonferenz nach Graz", freut sich Eberl. Die chinesischen Regierungsvertreter interessieren sich in erster Linie für die Herstellung von Strom, Wärme und Treibstoffen aus Biomasse. Da Österreich und die Steiermark diesbezüglich als weltweite Technologieführer gelten, sei die chinesische Delegation sehr an einem Technologietransfer interessiert.
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