ÖAMTC: Österreich bei Spritpreis-Zuwächsen im EU-Schnitt an zweiter Stelle

Teuerungsrate im Vorjahr nur in Polen höher

Wien (OTS) - Wer das Gefühl hat, dass besonders in Österreich im vergangenen Jahr die Spritpreise enorm angestiegen sind, liegt leider richtig. Das belegt die ÖAMTC-Auswertung der EU-Preisübersichten von Jänner 2007 bis Dezember 2007. Österreich liegt bei den Verkaufspreisen an den Tankstellen - sowohl bei Benzin als auch bei Diesel - im europäischen Mittelfeld. Bei den prozentuellen Preiszuwächsen belegt Österreich allerdings - gleich hinter Polen -den unrühmlichen zweiten Platz unter insgesamt 25 Ländern. "Damit sind wir durch die im Verhältnis wesentlich stärkeren Preiserhöhungen im Laufe des letzen Jahres zum 'Aufsteiger' bei den teuren Ländern geworden", sagt Elisabeth Brugger-Brandau, ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin.

Beim Diesel betrug die Preissteigerung in Österreich 23,1 Prozent. Das bedeutet Platz zwei hinter Polen unter den Ländern mit der größten Preissteigerung (EU-Durchschnitt: 15,6 Prozent). Bei den Preisen selbst rückte Österreich vom 14. auf den 11. Platz vor. Die Mehrkosten im Dezember betrugen in Österreich im Vergleich zum Jahresbeginn absolut gerechnet 22 Cent pro Liter, im EU-Durchschnitt waren es 16 Cent. "Eine Tankfüllung mit 50 Liter Diesel hat am Jahresende um 11 Euro mehr gekostet. Wir sprechen hier von Größenordnungen, die jeder Autofahrer sehr deutlich gespürt hat", so die ÖAMTC-Expertin.

Bei Superbenzin bietet sich ein ähnliches Bild. Der Preis stieg über das Jahr um 19,6 Prozent, nur noch getoppt von Polen mit 28,7 Prozent. Im EU-Durchschnitt lag die Teuerungsrate "nur" bei 11,2 Prozent. Damit ist Österreich beim Ranking der teuersten Länder vom ursprünglich 15. Platz auf den 11. Platz aufgerückt. Die Konsumenten mussten für einen Liter Superbenzin absolut gerechnet am Jahresende 20 Cent mehr bezahlen als am Jahresbeginn, im EU-Durchschnitt waren es "nur" 13 Cent.

Der Gesamtpreis bei Diesel und Benzin ist in allen europäischen Ländern gestiegen, in Österreich allerdings wesentlich mehr als im EU-Durchschnitt. Beim Diesel ist die Differenz zwischen Österreich und EU-Schnitt hauptsächlich auf die Erhöhung der Mineralölsteuer im Juli 2007 zurückzuführen (fünf Cent pro Liter plus 20 Prozent Mwst., also sechs Cent). Beim Benzin gibt das Abweichen vom EU-Schnitt allerdings Rätsel auf. "Die Steuererhöhung betrug insgesamt 3,6 Cent, die Preiserhöhung war jedoch in Österreich um sieben Cent pro Liter höher als im EU-Durchschnitt", so die ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin abschließend.

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