Hofer kritisiert Grüne: Freigabe der "Pille danach" wäre unverantwortlich

Anfragebeantwortung durch Gesundheitsministerin Kdolsky bestätigt ablehnende Haltung der FPÖ

Wien (OTS) - Brigid Weinzinger, Frauensprecherin der Grünen,
machte sich bereits wiederholt für die Freigabe der "Pille danach" stark. Dieser so wie der weitere Vorschlag der Grünen, wonach Vertrauenslehrer die "Pille danach" an Schülerinnen abgeben dürfen sollten, werden von der FPÖ entschieden abgelehnt. Die Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage von FPÖ-Vizebundesparteiobmann NAbg. Norbert Hofer durch Gesundheitsministerin Kdolsky bestätigt nun die Haltung der Freiheitlichen.

Norbert Hofer: "Die Pille danach ist rezeptpflichtig und soll es auch bleiben. Die Bestimmungen zu entschärfen wäre mehr als nur unverantwortlich, denn die betroffenen Frauen stehen oftmals unter einer erhöhten psychischen Belastung, wodurch eine ärztliche Beratung vor einer eventuellen Verschreibung notwendig wird. Schon alleine die Tatsache, dass in ‚Notfällen’ ein Apotheker das Arzneimittel auch ohne Vorlage eines Rezeptes abgeben darf, birgt ein gewisses Risiko in sich."

Neben zahlreichen bekannten Nebenwirkungen des Medikaments kann es bei einer wiederholten Einnahme innerhalb desselben Zyklusses zu schweren Zyklusstörungen kommen.

"Aufgrund der Gesundheitsrisiken muss eine Freigabe der Pille danach abgelehnt werden. Die Rezeptpflicht für das Medikament abzuschaffen ist ja auch nicht notwendig, denn in Österreich gibt es einen flächendeckenden ärztlichen Notdienst sowie einschlägige Spitalsambulanzen", stellt Hofer klar.

Außerdem hätte eine Freigabe wohl zur Folge, dass der Einsatz des Arzneimittels zur Routinemaßnahme und zum Ersatz der üblichen Verhütungsmethoden würde. "Das würde aber erst recht wieder zu ungewollten Schwangerschaften führen, da fast 7 Prozent der Frauen, die die Notfallverhütung anwenden, dennoch schwanger werden. Diese Tatsache und die Gefahr für die Gesundheit sprechen eindeutig gegen eine Aufhebung der Rezeptpflicht für die Pille danach", so der Freiheitliche abschließend.

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