Klement zur Gentechnik: Schaffen die Herzlosen bald die Hirnlosen?

Wien (OTS) - FPÖ-Agrarsprecher NAbg DI Karlheinz Klement zeigt
sich entsetzt über die Erwägungen einiger Gentechniker, blinde Hühner zu züchten. Diese Tiere sollen weniger empfindlich für das unwürdige Dasein in Käfighaltung sein. "Ich halte dieses Ansinnen für ethisch höchst verwerflich", empört sich Klement. "Sinnenraub als Tierschutz-Maßnahme auszugeben, ist ein neuer Tiefpunkt in den Entwicklungen der gentechnischen Schreckenskammern."

Grundlage der geplanten Wegzüchtung von überlebensnotwendigen Sinnesanlagen sei die Vermutung, dass blinde Hühner eine geringere Neigung zum Federpicken und zum Kannibalismus zeigen könnten. "Natürlich kann man Negativempfindungen einschränken oder überhaupt beseitigen, wenn man empfindungslose Wesen schafft. Aber wollen wir das?" Klement verweist auf die Anfänge gentechnischer Experimente und die sukzessive Anhebung der Toleranzgrenze. "Wenn wir anfangen sinnenloses Fleisch ohne Eigenleben zu produzieren, was kommt als nächstes? Der Nutzmensch, dem man sein Gehirn wegzüchtet, weil er es für roboterhafte Fließbanddienste nicht benötigt? Tier und Mensch als Bedienelemente der sie steuernden Technik? Für die FPÖ kommen derartige Herabwürdigungen der Schöpfung nicht in Frage", stellt Klement klar. "Die Verletzung der Integrität von Individuen und Arten ist durch nichts rechtfertigbar."

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